Marienplatz: Jetzt ist die Kaufingerstraße dran

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Im Marienplatz-Untergeschoss wird weiter fleißig gewerkelt.

München - Am Marienplatz schlägt das Herz der Stadt. Allein 150.000 Menschen steigen hier täglich in die U-Bahn ein, aus oder um – die Sanierung des Zwischengeschosses ist deshalb so etwas wie eine OP – am offenen Herzen.

 Bis 2014 soll der Mammuteingriff beendet sein. Und so, wie’s aussieht, liegt man voll im Plan: Denn der erste Bypass – der Zugang Rindermarkt – ist bereits perfekt. Für die Operateure bleibt aber keine Zeit zum Durchschnaufen: Am Montag geht’s weiter, dann wird der Zugang Kaufingerstraße gesperrt.

Bei den Stadtwerken München geht man davon aus, dass die Sanierung hier bis zum Frühjahr dauert, danach ist der Ausgang Dienerstraße dran. Ganz wichtig für alle Fahrgäste: Der benachbarte Aufzug bleibt trotz der Sperrung in Betrieb, und auch der Kauhof ist wie gewohnt erreichbar. Der Grund für die umfassenden Maßnahmen ist, dass im Zwischengeschoss zuletzt zahlreiche Schäden registriert wurden.

Münchens schönste U-Bahnhöfe

Münchens schönste U-Bahnhöfe

Kein Wunder, nach 40 Jahren. Vor allem die veraltete Decken-Konstruktion bereitete den Ingenieuren zuletzt Sorgen. Sie ist undicht. Durch die Fugen zwischen den Platten aus Spannbeton dringt Feuchtigkeit ins Innere des Zwischengeschosses. Mit der Arbeit an den Decken soll in den nächsten Wochen begonnen werden. Erst werden die Verkleidungen entfernt, ab Frühjahr beginnt dann die Instandsetzung der Fugen. Der Umbau im Zwischengeschoss selbst soll dann im zweiten Halbjahr des Jahres starten. Ende 2014 sollen alle Bauarbeiten abgeschlossen – und Münchens Herz wieder pumperlgsund sein. Bis dahin müssen wir Fahrgäste halt Geduld haben.

WdP

Millionen für das MVV-Netz

Rund 70 Millionen Euro investieren die Stadtwerke heuer in die Sanierung und Modernisierung der U-Bahnhöfe am Marienplatz und Hauptbahnhof – aber das ist längst noch nicht alles, was 2012 ins Netz der Münchner Verkehrsgeselschaft fließt.

Außerdem stehen folgende Projekte der Stadtwerke an:

U-Bahn: Fortsetzung der Betonsanierung im Stachus-Bauwerk; Erneuerung des Stellwerks Scheidplatz, Verbesserung der Stromversorgung (auch als Vorbereitung des ab 2014 geplanten Zwei-Minuten-Taktes); neue Streckentechnik und Weichen, Verbesserungen beim Brandschutz. Außerdem werden 25 Rolltreppen und neun Aufzüge erneuert, zudem neue Anzeigetafeln und Lautsprecher angeschafft. Dazu kommt, dass Komponenten für die neue U-Bahn vom Typ C2 beschafft und bezahlt werden müssen, die aber erst 2013 geliefert werden.

Gesamtkosten: rund fünf Millionen Euro.

Tram: Die Modernisierung der Züge wird fortgesetzt, hinzu kommen Gleis-erneuerungen und die Verlängerung der Linie 19.

Geplantes Investitionsvolumen ingesamt: rund 45 Millionen Euro.

Bus: Für neue Fahrzeuge, Sanierungen und die Beschleunigung der Strecken (Schwerpunkt Linie 152) sind rund 15 Millionen Euro eingeplant.

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