Baustelle bis Ende 2014

SOS am Marienplatz: München diskutiert die Sanierungspläne

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"Ich sehe die Umbaupläne noch skeptisch. Eine moderne Gestaltung muss nicht bedeuten, dass es auch wirklich schön wird. Mir wäre wichtig, dass es auf und unter dem Marienplatz möglichst gemütlich bleibt." Lisa Palaske (23) aus München mit ihrem Hund Carlo

München - Kaputte Fliesen, Schmierereien, brüchiger Beton und veraltete Technik - das Untergeschoss am Marienplatz muss saniert werden. Doch was halten die Münchner Bürger von den Plänen der Stadtwerke?

Schmierereien.

Die Bauarbeiter klappern schon mit den Schaufeln - und viele Anlieger mit den Zähnen. Nach der Wiesn wird der Marienplatz zur Baustelle, gewerkelt wird in Etappen bis Ende 2014 (tz berichtete).

Inzwischen haben sich die Planer und die Stadtwerke darauf verständigt, wo genau sie mit der Sanierung des Untergeschosses loslegen.

So wird zunächst der Eingang Rindermarkt gesperrt. Staub und Lärm sollen hinter einem hohen Bauzaun verschwinden. Dann müssen die Münchner und ihre Gäste mit Behinderungen leben lernen.

Brüchiger Beton.

Aber wird der Umbau die gute Stube der Stadt am Ende auch wirklich bereichern? Die tz ging auf Stimmenfang - ein klares Meinungsbild kristallisierte sich dabei noch nicht heraus.

Nur so viel ist sicher: Bei den Münchnern mischt sich Vorfreude mit Skepsis, das Vertrauen in den Entwurf der Architekten und die Umsetzung scheint sich bislang in Grenzen zu halten.

Karl Wendicke (75) aus München.


Karl Wendicke meint: "Ich bin dafür, dass die Arbeiten endlich beginnen. Zeit wird’s, das Untergeschoss ist schon vier Jahrzehnte alt. Die Aufzüge sind ein G’raffl - wie oft habe ich mich als Gehbehinderter schon geärgert, dass sie wieder mal kaputt sind! Die Baustelle werden wir halt in Kauf nehmen müssen."
Unbestritten ist: Unterm Marienplatz muss endlich etwas geschehen. Das über vier Jahrzehnte alte Bauwerk vergammelt immer mehr: Veraltete Technik, kaputte Fliesen, brüchiger Beton und Schmierereien - die Visitenkarte einer Weltstadt kann auch anders aussehen. Die Stadtwerke hoffen auf einen großen Wurf. Schau' ma mal.

Andreas Beez

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