Markenpiraten im Fadenkreuz

München - Im Kampf gegen die Produkt-Piraterie hat das Hauptzollamt München beachtliche Zahlen vorzuweisen: Rund 50 000 gefälschte Markenartikel wurden 2011 aus dem Verkehr gezogen!

Der Wert dieser Waren beträgt 1,7 Millionen Euro.

Deutschlandweit hat der Zoll im vergangenen Jahr Fälschungen im Wert von 80 Millionen aus dem Verkehr gezogen. 75 Prozent davon kommt aus China. Bei einem Großteil handelt es sich dabei um Kleidung. Richtig gefährlich kann es werden, wenn man sich gefälschte Elektro- oder Elektronikartikel andrehen lässt. Diese entsprechen häufig nicht den technischen Sicherheitsstandards. Inzwischen kommen auch immer mehr Arznei-Plagiate und gefälschte Nahrungsmittel in Verkehr.

Die Münchner Zöllner legen ein besonderes Augenmerk auf den Internet-Handel. Geschäftlich eingeführte Fälschungen werden beschlagnahmt. „Der Zoll rät gerade auf virtuellen Marktplätzen zu gesundem Misstrauen“, so Sprecher Thomas Meister. „Klicken Sie im Zweifelsfall lieber einmal mehr, um einen vertrauenswürdigen Anbieter zu finden.“ Produktpiraterie gefährdet auch Arbeitsplätze. Die OECD schätzt den weltweit durch Plagiate verursachten Schaden auf über 250 Milliarden US-Dollar.

Ebu

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Kommentare