„Wir kämpfen für unsere Freiheit“

noPAG-Demonstration: Das denken die Münchner Schüler und Studenten

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Mit Sprechchören und Schildern gegen das PAG. 

Über 1500 Schüler demonstrieren kurz vor der Abstimmung gegen das neue Polizeigesetz. Lesen Sie hier, was sie darüber denken.

München - Um kurz vor elf Uhr ist es noch recht ruhig am Karl-Stützel-Platz. Doch dann strömen sie von allen Seiten auf den Platz. Über 1500 Schüler und Studenten haben gestern gegen das umstrittene Polizeiaufgabengesetz (PAG) demonstriert, über das der Landtag am Abend abstimmen sollte (siehe unten). Aufgerufen hat dazu das Jugendbündnis gegen das PAG. Bis auf den letzten Zentimeter ist der kleine Platz gefüllt, manche sind sogar extra aus Augsburg angereist. Auch die Jugendorganisationen der verschiedenen Parteien sind da.

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Besonders für die Schüler ist die Teilnahme an der Demonstration nicht ganz unproblematisch. Schließlich sollten sie zu dieser Zeit im Unterricht sitzen. Während die Montessori-Schule ihre Schüler für die Veranstaltung vom Unterricht freigestellt hat, drohen vielen anderen Schülern für das Schwänzen des Unterrichts Konsequenzen. Doch mehrere Schulleiter werden wohl trotzdem ein Auge zudrücken, wie es aus Schülerkreisen heißt.

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Den meisten Schülern sind mögliche Konsequenzen eh egal. Als sich die Menge auf der Elisenstraße in Richtung Landtag in Bewegung setzt, erklingen Sprechchöre, aus den Lautsprechern dröhnt Musik. Schüler des nahegelegenen Luisengymnasiums, die aus den Fenstern die Geschehnisse beobachten, werden mit „Leute, lasst das Glotzen sein, reiht euch in die Demo ein“ zum Mitmachen motiviert. Denn für sie zählt jede Stimme gegen das PAG. 

Das sagen die Schüler und Studenten

Sicherheit nicht besser

Man darf sich seine Freiheit nicht nehmen lassen. Durch diese Maßnahmen wird nicht die Sicherheit erhöht. Und durch die Diskussion um das PAG vernachlässigt die CSU andere wichtige Themen.

Zeichen setzen

Ich war auch am Donnerstag dabei. Jedes Zeichen gegen das geplante PAG gut und wichtig. Und genau unsere Generation werden die Änderungen schlussendlich betreffen, und nicht die alte CSU-Wählerschaft. 

Florian Kuhn (26), Student aus München

Kein Gehör

Ich finde es ungeheuerlich. Ich habe schon am Donnerstag demonstriert und werde es weiter tun. Die CSU hört nicht mehr auf die Leute – sie darf nicht gewinnen. 

Nina Kistenfeger (16)

Unsere Zukunft

Das Gesetzt darf in dieser Form nicht durchkommen. Uns betrifft es – daher müssen wir ein Zeichen setzen. Für Freiheit - gegen Überwachung! 

Hans Kühl (18), Abiturient aus Gauting

Lisa-Marie Birnbeck

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