München stoppt Kampagne

Schlag für Marlboro: "Maybe" bleibt verboten

+
Das war's: Maybe-Plakat an einer Münchner Bushaltestelle.

München - Die Marlboro-Kampagne "Don't be a maybe" bleibt verboten. Das Verwaltungsgericht München bestätigt die Eil-Entscheidung des Landratsamtes. Der Feigling-Slogan würde Jugendliche zum Rauchen verführen.

Die „Maybe“-Kampagne für die Zigarettenmarke „Marlboro“ bleibt weiter verboten. Das Verwaltungsgericht München sah bei der bundesweiten Kampagne „Don't be a maybe - be Marlboro!“ viele Anhaltspunkte dafür, dass sie „zumindest in Teilen besonders geeignet ist, Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 14 bis 21 Jahren zum Rauchen zu veranlassen“. Damit bestätigte das Gericht in einer Eilentscheidung das Verbot des Landratsamtes München. Die Behörde hatte die bereits seit 2011 laufende Kampagne Anfang Oktober dieses Jahres gestoppt und Plakate, Flyer oder Kinowerbung verboten.

Zur Begründung hatte das Amt betont, die „Maybe“-Kampagne von Marlboro mit „jugendlich bzw. heranwachsend aussehenden Personen in alterstypischen Situationen“ und der Aussage „Don't be a maybe - be Marlboro!“ spreche Jugendliche und Heranwachsende als Zielgruppe an. Sie suggeriere, die Zigarette mache aus einem Zauderer (Maybe) einen Macher (Be). Ein generelles Verbot der Begriffe „be“ und „maybe“ bestätigte das Verwaltungsgericht allerdings nicht.

Philipp Morris bedauert Entscheidung

Die im Landkreis München ansässige Philip Morris GmbH erklärte nach der juristischen Niederlage, sie freue sich zwar, wenigstens die Worte „maybe“ und „be“ grundsätzlich benutzen zu dürfen, nannte die Entscheidung aber bedauerlich. „Wir sind davon überzeugt, dass die Kampagne die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften einhält und immer eingehalten hat.“ Die Gründe für die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes würden geprüft, sagte eine Sprecherin. „Der Klärung der aufgeworfenen Rechtsfragen im Hauptsacheverfahren sehen wir mit Interesse entgegen.“

dpa

auch interessant

Meistgelesen

Kommentare