Vor 70 Jahren ermordet

Geschwister Scholl waren „christliche Märtyrer“

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Am 22. Februar 1943 waren Sophie und Hans Scholl und ihr Freund Christoph Probst in Stadelheim hingerichtet worden.

München - Als „Märtyrer des christlichen Glaubens und des politischen Widerstands“ hat der Münchner Kardinal Reinhard Marx die vor 70 Jahren ermordeten Mitglieder der „Weißen Rose“ gewürdigt.

Der Widerstand der Geschwister Scholl habe eine „metaphysische Dimension“ gehabt, sagte Marx bei einer Gedenkfeier am Freitagabend in der Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim. „Für sie war Hitler der Antichrist.“ Diese „geistliche Dimension“ des Widerstands werde heute oft vergessen.

Am 22. Februar 1943 waren Sophie und Hans Scholl und ihr Freund Christoph Probst in Stadelheim hingerichtet worden. Die drei Studenten konnten nach den Worten des Kardinals „mit einer unglaublichen Klarheit und Mut aus einem christlichen Glauben heraus genau unterscheiden zwischen Gut und Böse“. Sie hätten „auf verschiedenen Wegen begriffen, was es heißt, Gott zu ehren und zu bezeugen“.

Marx verwies auch auf die Ansprache von Benedikt XVI. in Auschwitz. Dort habe der Papst deutlich gemacht, „dass der Nationalsozialismus nicht nur eine totalitäre Ideologie war, sondern es ging auch darum, den Gott der Zehn Gebote, den Gott, der auf der Seite der Menschen steht, zum Verstummen zu bringen“.

Die Gedenkfeier wurde veranstaltet von den christlichen Hochschulgemeinden an der Ludwig-Maximilians-Universität München, von Gefängnisseelsorgern und vom Weiße-Rose-Institut.

kna

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