Masern wieder auf dem Vormarsch!

München - Die Zahl der Masernfälle in München ist seit Jahresbeginn wieder angestiegen. Besonders betroffen sind Menschen zwischen 18 und 41 Jahren.

Es fängt eher harmlos an: vertränte Augen, allgemeine Schwäche, vielleicht Durchfall. Was viele als Grippe abtun, kann eine Krankheit sein, die seit Jahrzehnten als Kinderkrankheit unterschätzt wird: die Masern. Längst sind die roten Pusteln wieder häufiger, so auch in München. Zuletzt zählte das Gesundheitsamt 147 Fälle. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2010 und fast die Hälfte aller bayerischen Fälle. Und doch sind die Zahlen nur ein geringer Teil der tatsächlichen Infektionen. Ein weit höherer Teil wird vermutlich gar nicht erst bekannt.

Und nicht nur München ist betroffen, 780 Fälle waren es 2010 bundesweit, die Zahl hat sich bereits auf 1428 Fälle zur Jahresmitte verdoppelt. Kleinere Epidemien, wie die Chefin des Gesundheitsamtes auch die jetzige Lage nennt, gibt es immer wieder. Doch der derzeitige Anstieg in München der höchste Stand seit der Beginn der Aufzeichnungen vor zehn Jahren.

Weil in Großstädten besonders viele Menschen auf engem Raum leben, verbreiten sich Viren dort besonders schnell. „München ist definitiv ein Hotspot“, sagt Dr. Petra Graf, Chefin des Münchner Referats für Umwelt dun Gesundheit. Besonders betroffen sind junge Menschen ab 18 Jahren die nicht zweifach geimpft wurden.

tz

Rubriklistenbild: © dpa

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