Video: Wettstreit der Unis

Schneeballschlacht: LMU tritt gegen TU an

München - Im Englischen Garten ist am Dienstagnachmittag ein spaßiger Wettstreit zwischen den beiden großen Münchner Universitäten gestiegen: Studenten duellierten sich in einer wilden Schneeballschlacht.

Hunderte Studenten haben sich am Dienstag zu einer Massen-Schneeball-Schlacht im Englischen Garten getroffen. Neben dem Spaß nutzten die Studierenden-Vertretungen der beiden großen Münchner Hochschulen die Gelegenheit, nochmals für das Volksbegehren „Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“ zu werben.

Spaziergänger und Gassi-Geher, die am Dienstag ihre angestammte Runde im Englischen Garten drehten, wunderte sich, als kurz vor 15 Uhr immer mehr Studenten auf die Wiese vor dem Monopteros strömten. Etliche trugen Skibrillen, manche sogar Helme, andere hatte Schutz-Schilder dabei. Augenscheinlich stand eine große Schlacht bevor: die erste Schneeball-Schlacht zwischen Studenten der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität (TUM). „Als kleiner Spaß vor der anstehenden Prüfungszeit“, war die Idee entstanden“, erklärt Michelle Kleine, Studentische Senatorin der LMU. „Kurz vor Weihnachten haben wir die Kriegserklärung an die TU geschickt.“ Doch dann gab es zunächst keinen Schnee mehr. In den vergangenen Tagen nun haben die Studenten-Vertretungen aber intensiv in den eigenen Reihen für den winterlichen Wettstreit mobilisiert.

Als die Schlacht um 15 Uhr begann, wurden die Kräfteverhältnisse schnell deutlich. Die TUM hatte annähernd doppelt so viele Schnee-Kämpfer aufbieten können, die im Durchschnitt auch noch besser werfen konnten – der deutlich höhere Männer-Anteil an der TUM machte sich hier bemerkbar. „Die LMU-ler haben einfach mal wieder den Mund zu voll genommen“, triumphierte Stefan Bschorer, Vorsitzender des TUM-Fachschaftenrates mit Genugtuung und sichtbarer (Schaden-)Freude.

LMU vs. TU: Schneeballschlacht im Englischen Garten

LMU vs. TU: Schneeballschlacht im Englischen Garten

Nach rund einstündiger Schlacht standen jedoch wieder die gemeinsamen Interessen im Vordergrund. Die Studenten-Vertretungen riefen alle Teilnehmer auf, zusammen ins Rathaus zu ziehen, um sich dort in die Listen für das laufenden Volksbegehren gegen die Studiengebühren einzutragen. Bis zum 30. Januar müssen sich zehn Prozent der Stimmberechtigten (rund 940 000 Bürger) für das Volksbegehren eintragen, damit es schließlich zu einem Volksentscheid kommen kann.

mm

Rubriklistenbild: © Oliver Bodmer

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