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Massenschlägerei: Serbe hat aus Notwehr auf Türken eingestochen

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München - Der 24 Jahre alter Türke, der am Sonntag bei einer Massenschlägerei ums Leben gekommen ist, hatte zuvor auf einen 26-jährigen Serben eingeprügelt. Der stach zu - aus Notwehr.

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Der Mann, der einen 24-jährigen Türken bei einer Massenschlägerei in der Blumenau tödlich verwundet hat, ist auf freiem Fuß: Er hat aus Notwehr gehandelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Wie berichtet, war es am Sonntagabend gegen 18.45 Uhr zu einer Massenschlägerei vor einer Eisdiele an der Terofalstraße gekommen. Dabei kam es zu einem Streit zwischen einem serbisch-montenegrinischen Großhandelskaufmann und einer Gruppe von etwa 20 bis 25 junger Türken. Einige von ihnen umringten den 26-Jährigen, warfen ihn zu Boden und schlugen mit allerlei Gegenständen auf ihn ein. In seiner Not griff der Serbe zu einem Messer und versuchte, sich zu verteidigen. Dabei stach er dem 24 Jahre alten Türken in die Brust. Zwei weitere Angreifer wurden verletzt und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden.

Wie Staatsanwalt Wolfgang Beckstein nun erklärte, muss der Serbe keine rechtlichen Konsequenzen fürchten: „Die Angreifer sind Schuld.“ Gegen vier von ihnen gebe es einen Haftbefehl. Nach den bisherigen Vernehmungen seien zwei weitere Angreifer aus der Untersuchungshaft wieder entlassen worden. Gegen die vier Angreifer wird wegen gefährlicher Körperverletzung und der Beteiligung an einer Schlägerei ermittelt. Ob er die Tat auch als versuchtes Tötungsdelikt werten müsse, stehe noch nicht fest, sagte Beckstein.

Zu den Motiven wollten weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft sich äußern – um die vielen Zeugen, die die Schlägerei aus der Eisdiele beobachtet haben, nicht zu beeinflussen. Sollte sich aber herausstellen, dass die Täter aus Rachegelüsten heraus gehandelt haben, sagte Beckstein, „werden wir eine sehr harte Linie führen“.

(tba)

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