Massenunfall auf der A 8: 13 Verletzte, fünf Autos demoliert

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Feuerwehrmänner versorgen den schwer verletzten Fahrer des Chrysler-Vans.

München - Ein Massenunfall hat sich am Sonntagmorgen auf der A 8 auf Höhe des Hofoldinger Forstes ereignet. Fünf Autos wurden demoliert und 13 Menschen verletzt - zwei von ihnen lebensgefährlich.

Auslöser der Massenkarambolage war laut Polizei ein Auffahrunfall, der sich gegen 4 Uhr auf der rechten Fahrspur in Richtung München ereignete:

Ein Unterhachinger (21) fuhr mit seinem BMW auf der rechten Spur. Er hatte zuvor eine Reifenpanne und das Notrad aufgezogen. Deshalb fuhr er nur mit mäßiger Geschwindigkeit. Plötzlich krachte ein Chrysler Van, eines 39-jährigen Bosniers (er stammt aus Österreich) ungebremst auf den BMW. Der Chrysler stellte sich nach dem Aufprall quer zur Fahrbahn.

Massenunfall auf der A 8

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Der zum Stehen gekommene Van wurde dann seitlich von einem Audi gerammt und noch weiter in die Mitte der Fahrbahn geschoben. Am Steuer des Audi saß ein 27-Jähriger aus Montenegro.

Auf den bereits vom Audi gerammten Van fuhr dann noch ein Reisebus an der linken vorderen Seite auf. Durch diesen zweiten Aufprall wurde der Chrysler in die rechte Leitplanke geschleudert.

Infolge eines Ausweichmanövers knallte der Reisebus in die linke Leitplanke und streifte dabei einen VW Bus, der von einem 47-jährigen Augsburger gesteuert wurde. Dem VW Bus wurde der rechte Hinterreifen abgerissen und er krachte nach rechts in die Leitplanke.

Der Beifahrer im Chrysler Van wurde aus dem Auto geschleudert. Er blieb unter der Leitplanke liegen. Der Fahrer des Chrysler wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr herausgeschnitten werden. Sowohl Fahrer als auch Beifahrer erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Sie wurden mit dem Rettungshubschrauber in eine Münchener Klinik geflogen.

Die A 8 war an der Unfallstelle mehrere Stunden lang nur einspurig befahrbar. Bis um etwa 8 Uhr bildete sich ein kilometerlanger Rückstau.

Zur genauen Klärung des Unfallherganges hat die Staatsanwaltschaft München II einen Gutachter beauftragt.

Insgesamt fünf Fahrzeuge der Feuerwehr Holzkirchen und 12 Fahrzeuge des Rettungsdienstes mit jeweils 25 Einsatzkräften waren vor Ort. Ferner waren zwei Notärzte und der Rettungshubschrauber eingesetzt. 

fro/dpa

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