1. tz
  2. München
  3. Stadt

Massive Zweifel an den neuen Berechnungen

Kommentare

München - Das Ergebnis der neuen Studie hat heftige Reaktionen ausgelöst. Die Gutachter mussten sich gleich den bohrenden Fragen von Landtagsabgeordneten und Stadträten stellen.

Eins steht fest: Überzeugt sind die Tunnelgegner keineswegs. Gleich Montagnachmittag mussten sich die Gutachter den bohrenden Fragen von Landtagsabgeordneten und Stadträten stellen. Grünen-MdL Martin Runge ist nicht so sehr vom Ergebnis der Studie überrascht, er fand die Gutachter von vornherein befangen, sondern dass „der Südring derart plump teuer gerechnet wurde.“ Auch Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher kann sich die 100 Millionen Euro pro Streckenkilometer nicht erklären: „eine Größenordnung, die man normalerweise für den U-Bahnbau veranschlagt.“ Es habe sich auch gezeigt, dass die zweite Röhre nur mit einem Express-Konzept sinnvoll sei: „Mit einem 10-Minuten-Takt hätte er kaum mehr Fahrgäste als der Südring.“

Lesen Sie dazu:

Die zweite Röhre kommt! Alle Fragen, alle Antworten

S-Bahn: Das neue Liniennetz

Die CSU hat noch viele Fragen zum Thema und will ein Hearing im Landtag beantragen, so der Münchner Vorsitzende und MdL Otmar Bernhard. Zusammen mit seinem Parteikollegen Markus Blume brachte er als Alternative die U5-Verlängerung nach Pasing und eine moderate Aufrüstung des bestehenden Südrings ins Spiel. Feuer und Flamme für den Tunnel war und ist eigentlich nur die Münchner SPD. Alexander Reissl, Chef der Rathausriege, forderte gestern „alle Tunnelgegner, selbsternannten Verkehrsexperten und Zweifler unmissverständlich auf, das Ergebnis zu akzeptieren“.

tz

Auch interessant

Kommentare