Er setzt aufs Internet

Mattar: So läuft sein Wahlkampf

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Michael Mattar

München - So, jetzt ist es offiziell: Michael Mattar ist seit Montag OB-Kandidat der FDP für die Kommunalwahl 2014. Der 59-Jährige setzt in seinem Wahlkampf aufs Internet.

Es ist das zweite Mal, das Mattar, 59, sich um den OB-Sessel bewirbt. 2008 bekam er 2,7 Prozent. „Gegen Ude war die Möglichkeit, das Amt zu bekommen, überschaubar“, sagt Mattar dem Münchner Merkur. Aber: „Jetzt ist die Situation eine andere.“ Ernsthafte Chancen rechnet sich Mattar natürlich trotzdem nicht aus. Er sieht sich aber auf Augenhöhe mit der Grünen-Kandidatin Sabine Nallinger. „Es gibt zwei Favoriten“, sagt er – Dieter Reiter (SPD) und CSU-Kandidat Josef Schmid.

Was den Liberalen Hoffnung macht, sind Ergebnisse wie zuletzt 2009, als die FDP in München 17,6 Prozent bei der Bundestagswahl holte. Von solchen Höhenflügen mag man für die Kommunalwahl offiziell nicht träumen. „Das zeigt aber, wie groß das liberale Potenzial in München ist“, sagt der neue Stadt-FDP-Chef Daniel Föst. Zehn Prozent sind sein Ziel für die Stadtratswahl – 2008 waren es 6,8.

Mattar sagt, er sei der „Kandidat der steuerzahlenden Mittelschicht“. Und: „Der sparsame Umgang mit Steuergeldern hat höchste Priorität.“ Die FDP wolle „weniger Bürokratie, weniger Kosten“ – und, etwa in der Wohnungspolitik, neue Wege gehen: „Die Erhaltungssatzung und kommunale Vorkaufsrechte kosten unheimlich viel Geld, aber Wohnungen werden so nicht geschaffen.“

Bevor das endgültige Wahlprogramm steht, sollen die Münchner noch im Internet mitdiskutieren dürfen. Mitte 2013 soll ein erster Entwurf online gestellt werden. Grundsätzlich will Mattar fordern, dass die Schulden der Stadt innerhalb von drei Jahren vollständig abgebaut werden.

Felix Müller

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