Matuschkes Comedy: Warum ich nicht nur Radio mache

Tausendassa vor dem Bayern3-Mikrofon und als Moderator für Comedy-Events: Matuschke (47).

München - Er kann nicht nur Radio: Bayern3-Moderator Matthias "Matuschke" Matuschik gastiert mit seinem Comedy-Event "Der letzte Sonntag" im Augustiner-Keller. Im Interview erzählt er, was ihn daran reizt:

Bilder aus dem Augustiner Keller

Impressionen aus dem Augustiner-Keller

Matthias, erzähl doch bitte, was hinter dem "Letzten Sonntag" steckt?

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Matuschik: Alles läuft nach dem Konzept "Wundertüte“. Ich versuche für jede Veranstaltung eine gute Mischung aus Stand Up-Comedy, Kabarett und Show-Programm auf die Beine zu stellen. Dabei bin ich offen für alles. Es können auch mal Liedermacher, Poetry Slammer oder ein "Dackelknoter" (Luftballonartisten, Anmerkung der Red.) auftreten. Die Zuschauer wissen nicht, was sie erwartet. Kein Abend ist wie der Andere, das ist das Spannende daran.

Wie zufrieden bist Du mit den bisherigen Veranstaltungen im Augustiner-Keller?

Matuschik: Sehr zufrieden, die Location ist abgefahren. Mich begeistern die Künstler, die auftreten. Und die Publikumsreaktionen waren großartig. Bei der Premiere im Augustiner kamen 90 Gäste. Jetzt habe ich auch mal die Leute vor mir, die mir sonst im Radio zuhören. Ich sehe dann, wer nicht am Sonntag zu Hause vor dem "Tatort" sitzt. Für die Leute ist es auch spannend, die Stimme aus dem Radio live zu sehen.

Machst Du die Organisation der Veranstaltung alleine?

Matuschik: Ja, alles Administrative liegt bei mir. Mittlerweile habe ich mir ein recht großes Kontaktnetzwerk. Ich verschicke immer per Email die Termine und rufe dazu auf, beim "Letzten Sonntag" mitzumachen. Stehen die Künstler, geht es weiter: Ich kümmere mich um die Technik, ich organisiere Übernachtungsmöglichkeiten für die Künstler und zum Glück finden sich meistens Freunde und Bekannte, die dann Abends an der Kasse stehen. Wobei ich das dann auch schon mal selber machen musste (lacht). Am Abend der Veranstaltung treffen die Künstler um 18 Uhr ein, dann gibt es einen Soundcheck und danach legen wir die Reihenfolge der Auftritte fest. Um 20 Uhr komme ich auf die Bühne und los geht´s.

Keine Arbeit - Golf spielen

Worin liegt für Dich der Reiz, die Comedy-Reihe zu organisieren?

Matuschik: Für mich ist das wie Golf spielen - ein Hobby, das ich neben meiner Arbeit beim Radio mache. Ich bin ja viel unterwegs und moderiere auch andere Events wie zum Beispiel die open Stage im Roxy in Ulm. Das ist aber kein zweites Standbein und ich mache das nicht, um Geld zu verdienen. Aber für mich ist das sehr inspirierend. Nach jedem "Letzten Sonntag" sitze ich mit den Künstlern zusammen, wir machen eine Manöverkritik zu den Auftritten und tauschen uns aus.

Kannst Du dir vorstellen, mit einem eigenen Comedy-Programm aufzutreten?

Matuschik: Ja, es gibt viele Leute, die meinen: "Komm Matuschke, mach doch selber mal ein Programm". Letztens habe ich in Bamberg einen Auftritt von Christian Ritter, einem bekannten Poetry Slammer, moderiert. Der hat zu mir plötzlich gesagt, komm geh raus auf die Bühne und mache einfach mal 20 Mninuten Show mit deinen Zwischentexten. Das war schon spannend. Aber im Moment ist nichts Konkretes geplant. So ein Comedy-Programm aufzustellen ist wirklich harte Arbeit, da bin ich auch gerade zu faul (lacht).

Würdest Du auch große Comedy-Stars einladen wie zum Beispiel Mario Barth?

Matuschik: Ich lege jetzt keinen gesteigerten Wert auf große Namen. Aber klar dürfen Ottfried Fischer oder ein Michael Mittermeier gerne kommen. Natürlich ist auch ein Mario Barth willkommen, aber ich würde jetzt keine Werbung für ihn machen - er kriegt dann keine Sonderbehandlung. Da draußen gibt es ja auch noch Hunderte von Mario Barths zu entdecken.

Lust bekommen, beim nächsten Comedy-Abend "Der Letzte Sonntag" dabei zu sein? Dann nehmen Sie an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 5x2 Eintrittskarten für die nächste Veranstaltung mit Matuschke am 25. März 2012.

 

Interview: Christof Nikolai

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