Matze Knop: "Luca Toni geht fix"

Das Original ist kaum von der Kopie zu unterscheiden: Ex-Bayern-Stürmer Luca Toni (l.) mit Knop als seinen genialen Imitator.

München - Ob der „Kaiser“ Franz Beckenbauer, Ex-Formel-1-Star Niki Lauda oder DSDS-Boss Dieter Bohlen, Luca Toni oder Louis van Gaal: Wenn der Comedian Matze Knop (35) in die Haut der Stars schlüpft, lachen sich die Zuschauer kaputt.

 Momentan tourt der Lippstädter mit seinem neuen Programm Operation Testosteron durch Deutschland. Jetzt veröffentlichte er sein erstes Buch: Wer ich bin – und das sind viele (vgverlag, 16,95 Euro). Die tz traf den Parodisten zum Interview:

Herr Knop, wie schaffen Sie es, die Promis so perfekt nachzumachen?

Matze Knop: Ich gucke mir Videos an, beobachte genau die Gestik und Mimik. Dann übe ich im Auto, unter der Dusche und in der Badewanne. Wenn alles sitzt, kümmert sich meine Maskenbildnerin um die Optik. Das kann teuer werden – meine handgeknüpfte Beckenbauer-Perücke hat über 1000 Euro gekostet!

Wie lange dauert die Maske?

Knop: Luca Toni geht fix. Der hat die gleiche Gesichtsform wie ich, da brauch ich nur noch dunkle Augenbrauen. Beim „Kaiser“ und Lauda kann schon mal eine Stunde vergehen, bis die Verwandlung sitzt. Eine Glatze anzukleben dauert!

Wie reagieren die Promis auf Sie? Schon mal eins auf den Deckel gekriegt?

Knop: Bis jetzt noch nicht. Aber ich achte auch darauf, dass ich gewisse Grenzen nicht überschreite. Toni und Beckenbauer finden mich witzig. Jürgen Klopp ist sogar sofort zum Friseur gegangen, als er im Fernsehen meine Frisur gesehen hat und hat sich die Koteletten kürzen lassen.

Warum eignen sich Sportler für Parodien besonders?

Knop: Sportler haben oft einen Vertrag über Jahre – im Gegensatz zu Politikern. Die können so schnell weg vom Fenster sein, da würde sich die Mühe ja gar nicht lohnen. Außerdem bin ich selbst ein riesiger Fußballfan.

Im Moment touren Sie mit Ihrem Programm „Operation Testosteron“ durchs Land. Worum geht’s?

Knop: Die These meines Programms lautet: Testosteron macht Ärger. Man muss sich ja nur mal umgucken. Finanzkrise, Klimaerwärmung – für alles sind die Männer verantwortlich!

Jetzt haben Sie auch noch ein Buch geschrieben, in dem Sie die Erfolgsgeheimnisse der Stars verraten. Was können wir denn von den Promis lernen?

Knop: Einiges! Es hat ja einen Grund, warum ein Mensch erfolgreich ist. Beckenbauer zum Beispiel wollte 1958 zu den 60ern wechseln. Als ihm ein Löwenspieler nach einem Spiel eine Ohrfeige gab, wechselte er zum FC Bayern. Er hat aus einer Sache Konsequenzen gezogen, das ist super!

C. Schmelzer

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