Mauereidechse und Großmarkthalle gerettet!

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Nein, die Lichter sollen nicht ausgehen an der Münchner Großmarkthalle

München - Die Mauereidechse ist gerettet – und die Großmarkthalle wohl auch. Die Lösung ist am Mittwoch hinter verschlossenen Türen präsentiert worden. Wir erklären den neuen Plan.

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Hinter verschlossenen Türen stellte Stadtdirektor Axel Markwardt am Donnerstag im Kommunalausschuss die veränderten Pläne für ein Logistikzentrum auf dem Areal vor. „Ich habe den Eindruck, wir sind auf einem guten Weg“, sagte er der tz hinterher. Bei dem wichtigen Neubau soll es keine planungsrechtliche Hürden geben. Sitzungsteilnehmer bestätigten, dass plötzlich Schwung in die Sache gekommen sei.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Artenschützer vom Landesbund für Vogelschutz auf dem seit Jahren ungenutzeten Gleis-Gelände der Großmarkthalle die europaweit streng geschützte Mauer­eidechse entdeckt hatten. Allerdings sollte auf genau diesem Grundstück bis Ende kommenden Jahres ein neues Verteilzentrum der Spedition Papp entstehen. Das alteingesessene ­Unternehmen drohte mit dem Wegzug in den Münchner Osten – dieser Hauptmieter der Großmarkthalle hätte den ganzen Betrieb ins Wanken bringen können!

Das soll nun nicht geschehen: Stadtdirektor Markwardt stellte im Kommunalausschuss eine Alternative in der Nähe vor. Somit könnte die Eidechse an ihrem Ort bleiben. Allerdings müssen nach tz-Informationen am neuen Standort noch die Frage möglicher Altlasten im Boden geklärt werden.

Firmenchef Dr. Florian Papp konnte in einem Krisengespräch offenbar davon abgebracht werden, einen Wegzug aufs Land voranzutreiben. Die planungsrechtlichen Hürden könnten wohl aus dem Weg geräumt werden. „Wir sind hoffnungsvoll, dass das vernünftig verläuft“, so Dr. Papp am Donnerstag zur tz. Am Mittwochabend hatte er noch den Wegzug der Firma angekündigt, sollte es mit der neuen Halle nichts werden.

Dac/We.

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