Hitzige Debatte 

BA fordert: „Tempo 30 und Fahrradstraße“

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Die Clemensstraße in Schwabing beispielsweise ist bereits eine Fahrradstraße. 

Die Arcisstraße soll als Fahrradstraße ausgewiesen werden, auf der Tempo 30 gilt – diese Forderung hat der Bezirksausschuss der Maxvorstadt (BA) nach einer hitzigen Debatte mehrheitlich beschlossen.

München - Fahrradstraßen schaffen nach Ansicht des BA einen Anreiz, auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad umzusteigen. Eine Umwidmung der Arcisstraße würde auch dem Luftreinhalteplan der Stadt München entsprechen, und nicht zuletzt wäre es für die anderen Verkehrsteilnehmer sicherer, wenn Autos auf 30 Stundenkilometer eingebremst würden.

Die Arcisstraße sei eine sehr wichtige Nord-Süd-Verbindung für Radfahrer und Fußgänger, heißt es in dem Antrag des Bürgergremiums. Sie stelle eine dringend nötige Anbindung an das Kunstareal und die Technische Universität dar. Der BA schätzt den baulichen und finanziellen Aufwand für die Einrichtung einer Fahrradstraße als vergleichsweise gering ein. Sie könnte zeitnah verwirklicht werden.

Dem Beschluss war eine hitzige Debatte vorausgegangen. Mathias Popp (SPD) wandte gegen den Antrag ein, die Arcisstraße werde während der Sanierung des Altstadtringtunnels sowie durch die anschließend vorgesehene neue Straßenführung in der Maxvorstadt zwangsläufig stärker belastet. Eine Begrenzung auf Tempo 30 sei deshalb wenig sinnvoll. Ohnehin sei die Fahrbahn mit zwölf Metern sehr breit. Auf dem Belag seien bereits heute Fahrradspuren aufgezeichnet. Dem schloss sich Karin Hiersemenzel (FDP) an: „Etwas zu fordern, was man bestimmt nicht bekommt, ist wie gegen einen Baum anzurennen.“

Es sei der ausdrückliche Wunsch der Bürger, weniger Verkehr in der Maxvorstadt zu haben, sagte dagegen Sabine Thiele (Grüne). Als letztes Mittel, um den Stadtteil verkehrlich zu beruhigen, bezeichnete Hans-Stefan Selikovsky (SPD) die Fahrradstraße, nachdem in den Vorjahren zahlreiche Anläufe für Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Maxvorstadt gescheitert waren. „Ich will nicht sagen müssen, dass wir es nicht versucht haben.“

Der BA kam den Bedenken einiger Mitglieder entgegen: Bei der Umsetzung der „modifizierten Alternative 5“ – also der neugestalteten Verkehrsführung nach der Sanierung des Altstadtringtunnels – soll die geforderte Fahrradstraße erneut überplant werden. Das Gremium verabschiedete außerdem einen von den Grünen eingebrachten Antrag an die Stadt, grundsätzlich in der Maxvorstadt mehr Fahrradstraßen einzurichten.

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Philipp Nowotny

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