Feuerwehreinsatz in der Maxvorstadt

Brand im Lenbachhaus

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Laut ersten Meldungen soll der Brand schnell unter Kontrolle gewesen sein.

München - Das Lenbachhaus – ein strahlender Museumstempel mit zahllosen Schätzen rund um die weltberühmte Sammlung des Blauen Reiter um Marc, Kandinsky & Co. Mittwoch Vormittag der Schock-Alarm: Es brennt im Musentempel!

Um 11.07 Uhr geht der Alarm bei der Feuerwehr ein, fünf Minuten später ist sie vom Sendlinger Tor aus an Ort und Stelle – mit rund 60 Einsatzkräften und 20 Fahrzeugen.

Bei der Inbetriebnahme eines Umluftgeräts gab’s eine technische Störung, ein Plastik­teil hat in der Decke des Atelier-Baus Franz von Lenbachs verursachte einen Schmorbrand – also in jenem Trakt, wo etwa die Beuys-Werke versammelt sind. Die Feuerwehr löschte. Am Mittwoch blieb der Trakt geschlossen, um zu entlüften. Nach einer Stunde war der Einsatz beendet.

Hat der Museumsleiter eigentlich ein Mitspracherecht, wenn’s darum geht, welche Gemälde im Ernstfall gerettet werden müssen? Nein, sagt der Feuerwehrsprecher: „In Sachen Einsatzleitung hat ein Museumschef nichts zu sagen. Aber er ist als Fachberater ganz vorne mit dabei.“ Denn die Einsatzkräfte verfügen nur über standardisierte Karten und kennen das Gebäude nicht so gut wie der Chef. Er weiß, wo man hin muss, wenn’s brennt.

Am Mittwoch ging zum Glück alles gut aus. Kulturreferent Hans-Georg Küppers ist froh, dass die Sicherheitssysteme so gut funktionieren und fügt schmunzelnd an: „Ich hätte auf den Test der Brandmelde-Anlage allerdings verzichten können.“

M. Bieber

Brand im Lenbachhaus: Bilder

tz-Stichwort: Das Lenbachhaus

Der in Schrobenhausen geborene Malerfürst Franz von Lenbach (1836 – 1904) ließ seine Villa nach Plänen von Gabriel von Seidl zwischen 1887 und 1891 in der Maxvorstadt errichten – das heute die Städtische Galerie im Lenbachhaus bildet. Es wurde zwei Mal erweitert.

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