Im ersten Lockdown

ÖDP-Politiker im ersten Lockdown wegen Buchlesens eingesperrt - nun gibt es ein neues Urteil

Thomas Prudlo bei einer Demo am Marienplatz.
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ÖDP-Politiker Thomas Prudlo bei einer Demo für die Einhaltung der Grundrechte zur Coronazeit. Er bekam nun vor Gericht recht.

Im ersten Corona-Lockdown war es verboten, sich auf eine Parkbank zu setzen. Einem ÖDP-Politiker wurde dies zum Verhängnis. Nun gibt es ein neues Urteil zu dem Fall.

  • Im ersten Corona-Lockdown wurde ein ÖDP-Poltiker in München* festgenommen - weil er auf einer Parkbank ein Buch las.
  • Nun gibt es ein neues Urteil zu dem Fall.
  • ÖDP-Mann Thomas Prudlo erhielt Recht.

München - Es war ein sonniger Tag Anfang April. Thomas Prudlo saß auf einer Parkbank und las ein Buch. Damals – im Lockdown – hatte die Staatsregierung dies untersagt, hob das Verbot aber schnell wieder auf.

Jedenfalls wurde Prudlo von der Polizei aufgefordert, die Bank zu verlassen. Der Vorsitzende der Münchner ÖDP weigerte sich und wurde gut drei Stunden arrestiert. Überdies verhängte das Kreisverwaltungsreferat ein Bußgeld in Höhe von 350 Euro.

ÖDP-Politiker wegen Buchlesens eingesperrt - er erhält in zweiter Instanz recht

Das Amtsgericht bestätigte die saftige Strafe. Nun erhielt Prudlo in zweiter Instanz aber Recht. Das Landgericht beurteilte das Vorgehen von Polizei und KVR als unverhältnismäßig.

Der Freiheitsentzug sei rechtswidrig gewesen. Der ÖDP-Politiker ist auch heute noch fassungslos: „Ich hatte davor beobachtet, dass eine alte Frau aufgefordert wurde, die Parkbank zu verlassen. Das fand ich unmöglich.“ - kv - *tz.de ist Teil der Ippen-Redaktion.

Corona hat München weiter fest im Griff - zuletzt war die wichtige 7-Tage-Inzidenz allerdings leicht gesunken. Alles zu Corona in München in unserem Ticker.

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