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Das haben die neuen Besitzer vor

„Tambosi“-Wirte: Wir bauen Münchens größtes Sonnendeck

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Die Brüder Ugo und Pino Crocamo sind die neuen Wirte vom „Tambosi“. 

Die Brüder Ugo und Pino Crocamo sind die neuen Wirte vom „Tambosi“. Sie planen für Münchens berühmtestes Sonnendeck einen zusätzlichen Biergarten und zwei Küchen, um besseren Service zu bieten. Noch wird das Café am Odeonsplatz kräftig saniert, doch Mitte November soll die Eröffnung sein.

Ein Blick in die Baustelle - die Neueröffnung ist für den November geplant. 

München - München ist die „nördlichste Stadt Italiens“. Das sagt selbst ein waschechter Italiener wie der Gastronom Ugo Crocamo, geboren in der Nähe von Neapel: „Wenn ich auf den Odeonsplatz mit seiner Kirche schaue, dann habe ich das Gefühl in Italien zu sein. Vom „Tambosi“ blickt Ugo direkt auf den Platz, den ihn an seine Heimat erinnert. Und dieses Prachtstück hat sich der Promi-Wirt jetzt geholt: Ugo (45) und sein zwölf Jahre älterer Bruder Pino sind die neuen Wirte des berühmten Café „Tambosi“ am Odeonsplatz. Beide sind alte Bekannte in der Münchner Gastronomie-Szene: Ugo betreibt das „H’ugo’s“ am Promenadeplatz, Pino das „Master’s Home“ in der Frauenstraße. Im „Tambosi“ werden sie beide gleichwertige Geschäftsführer. Gestern machten sie eine erste Führung durch das Lokal mit jener Terrasse, die wohl auch Münchens größtes Sonnendeck ist.

Das „Tambosi“ hat Ugo schon fasziniert, als er noch täglich von seinem früheren Arbeitsplatz in der Nobel-Disco „P1“, heimging. Dort war Ugo für die Pizza zuständig. Jetzt sagt er übers „Tambosi“: „Es ist ein Haus mit langer Geschichte. Seit 240 Jahren ist das Tambosi mit München verbunden und es hat italienische Wurzeln.“ Für ihn gebe es kaum einen schöneren Platz in München. „Wir haben die Sonne von morgens um neun bis abends, wenn sie untergeht.“ Die Neueröffnung ist für Mitte November geplant. Das ist eh schon eine ordentliche Verspätung, war doch bereits Juni anvisiert. Angesicht der aktuellen Baustelle wirkt das Vorhaben aber immer noch ambitioniert. Insgesamt sechs Millionen Euro kostet der Umbau. Crocamo: „Wir wollten, dass gleich alles richtig saniert wird…“

Im neuen Biergarten wird H’ugo’s-Pizza serviert

Das „Tambosi“ soll komplett saniert werden - insgesamt belaufen sich die Umbaukosten auf sechs Millionen Euro. 

Klar ist: Die Terrasse bleibt. „Nur werden wir bequeme Sessel statt der Stühle aufstellen“, so Ugo. Serviert wird hier Frühstück, Mittagessen und am Abend ein Aperitiv mit kleinen Snacks. Außerdem werkeln sie noch an einem 900 Quadratmeter großen Biergarten im Hofgarten. Dort wird’s eine große Auswahl an Speisen geben, unter anderem die bekannte H’ugo’s-Pizza (ganztägig). Das Restaurant im ersten Stock wird im Winter bereits mittags geöffnet (im Sommer erst ab 18 Uhr). Hier werden die Crocamos gehobene mediterrane Küche anbieten.

Eigentümer des Tambosi ist die Inka Odeonsplatz GmbH, die zur vermögenden Inselkammer-Gruppe gehört. Das Gebäude kann auf eine sehr lange Geschichte zurück blicken: Es war bereits 1775, als im Hofgarten das erste Kaffeehaus Münchens eröffnete. Es war der Betreiber Giovanni Pietro Sardi, ein Mann aus dem Gefolge der Prinzessin Henriette Adelaide von Savoyen, der Braut des bayerischen Kurfürsten Maximilian. Im Jahr 1810 wurde dann Luigi Tambosi aus Trient Pächter des eleganten Cafés. Zuletzt, von 1997 bis Ende 2016, führten die Gastronomen Andrea und Frank Waldecker das Tambosi. Wegen einer Mieterhöhung zog sich das Ehepaar dann aus dem Lokal zurück.

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