"Sie behindern den Verkehr"

Dieser Anwalt klagt gegen Tempo 30!

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Helmut Maciej kämpft gegen die Tempo-30-Zone in der Sophienstraße.

München - Anwalt Helmut Maciej wurde in einer Tempo-30-Zone geblitzt. Jetzt klagt er vor dem Bayerischen Verwaltunsgerichtshof. Begründung: Er konnte die Schilder nicht sehen.

„Tempo-30-Zonen behindern den Verkehr.“ Das meint Anwalt Helmut Maciej, ein bekennender Grüner. Er hat seine Kanzlei in der Sophienstraße – und die liegt in so einer beruhigten Zone, die für die ganze Gegend nördlich des alten botanischen Gartens gilt. 2010 wurde Maciej dort mit 46 km/h geblitzt und musste 30 Euro Geldbuße bezahlen. „Ich hatte bis dahin von der Tempo-30-Zone gar nichts gewusst“, sagt er.

Dabei waren die Zone-30-Schilder schon zwei Jahre zuvor aufgestellt worden. Doch Maciej sagte am Donnerstag bei einem Ortstermin des Bayerischen Verwaltunsgerichtshofes, dass die Schilder für ihn nicht zu sehen gewesen seien. Das erste Schild an der Arcostraße nicht, weil es zu nahe an der Hauswand stehe, das zweite Schild an der Katharina-von-Bora-Straße nicht, weil es stets von Bäumen verdeckt werde. Und das Schild, das schräg gegenüber der Tiefgaragenausfahrt seiner Kanzlei die Zone aufhebt, auch nicht, weil er beim Ausfahren auf den Verkehr achten müsse.

Richterin Andrea Breit überzeugte das nicht so sehr: Sie ließ gestern durchblicken, dass sie Maciejs Klage für unbegründet hält. Der Prozess geht am Montag weiter.

J. Welte

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