OB Ude beantwortet tz-Leserfrage

Warum gibt es keine Bäume in der Ludwigstraße?

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Ein Blick auf die Ludwigstraße, hier vor den Feierlichen zum Tag der Deutschen Einheit 2012

München - Münchner Bürger fragen, Oberbürgermeister Christian Ude antwortet. Heute möchte ein tz-Leser wissen: Warum gibt es keine Bäume in der Ludwigstraße?

Frage: Warum ist es noch niemandem aufgefallen – Ihnen auch nicht, obwohl Sie in dieser Gegend wohnen -, dass die Ludwigstraße mit Bäumen bepflanzt viel besser aussehen würde und viel besser in das Münchner Bild mit so viel Grün passen würde, als die jetzige karge, trostlose, schattenlose, eintönige und langweilige Straße im zentralen München? Die breiten Gehsteige bieten genügend Platz und laden geradezu ein, bepflanzt zu werden.

Norbert Wilk, Hohenschäftlarn

Antwort: Die Anfang des 19. Jahrhunderts von den Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner geschaffene Straße zwischen Feldherrnhalle und Siegestor ist ein denkmalgeschütztes Ensemble – ein weltberühmtes Beispiel klassizistischer Architektur. Die Straße sollte besonders städtisch und repräsentativ sein, was zweifellos prächtig gelungen ist. Bäume waren in diesem städtisch geprägten Straßenabschnitt nicht vorgesehen. Dass es eine „karge, trostlose, schattenlose, eintönige, langweilige Straße“ sein soll – diesem harschen Urteil möchte ich widersprechen! Für die Situation um das Siegestor sehe ich allerdings tatsächlich Verbesserungsmöglichkeiten. Der Platz soll im Rahmen der „Platzoffensive“ – für die der Münchner Stadtrat im April dem Baureferat den Auftrag erteilte – neu gestaltet werden. Dabei sollen in einem bürgernahen Verfahren auch konkrete Wünsche und Ideen der Münchnerinnen und Münchner mit einfließen.

München von oben im Vergleich: 1962 und 2011

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