Tristan (1) war eingesperrt

Hitzetod! Student (23) ließ Hund im Auto

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Extrem wärmeempfindlich: der Alaskan Malamute (Symbolfoto).

München - Das Grab seines geliebten Schlittenhundes hat Leon K. (23, Name geändert) nie besucht. Denn er war selbst schuld, dass Tristan (1) starb!

Das Grab seines geliebten Schlittenhundes hat Leon K. (23, Name geändert) nie besucht. „Ich war so traurig, habe es nicht übers Herz gebracht“, sagt der Maschinenbau-Student. Denn er war selbst schuld, dass Tristan (1) starb!

Die traurige Geschichte: Am 25. April muss K. zu einer Pflichtvorlesung an der Technischen Uni. Um 9 Uhr stellt er seinen VW Polo an der Barer Straße ab. Im Kofferaum: Rüde Tristan, ein extrem hitzeempfindlicher Alaskan Malamute. „Das Auto stand im Schatten. Er sollte nur etwa zwei Stunden warten.“ Der Uni-Termin zieht sich aber hin – und die Autoscheiben sind geschlossen …

Währenddessen wandert die Sonne, draußen hat es über 20 Grad. „Der arme Hund jaulte unterbrochen“, sagt Schlosser Werner L. und ruft gegen 11.30 Uhr die Polizei. „Sein Fell war schweißnass, er wurde panisch“, sagt ein Beamter. Als der Abschleppdienst den Hund befreit, kollabiert der Rüde. „Ich trug ihn in den Schatten, aber die Atmung setzte aus“, so der Polizist. „Das Auto stand in der prallen Sonne. Innen herrschte extreme Luftfeuchtigkeit. Der Hund starb qualvoll.“

Das Amtsgericht brummte K. am Donnerstag 600 Euro Geldstrafe auf – er verstieß fahrlässig gegen das Tierschutzgesetz. „Es tut mir so leid“, sagt K. Er hat inzwischen einen neuen Malamute.

thi

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