Löwenbräukeller

Starkbieranstich mit Christian Springer und Harry G.

Starkbieranstich 2015 Löwenbräukeller
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Harry G. beim Starkbieranstich 2015 im Löwenbräukeller.
Löwenbräukeller 2015 Strakbieranstich Christian Springer
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München - Mehr als 1000 Gäste kamen am Donnerstag in den Löwenbräukeller, vor allem in Erwartung der Fastenrede von Christian Springer. Der hatte zuvor schon angekündigt, dass es ein Starkbieranstich für die Münchner, mit Münchner Themen sein wird.

Begrüßt wurden die Gäste durch die „Swingboarischen“ und Moderator Barry Werkmeister. Nach den G’stanzl von „Weapon & Stahl“ durften die Gäste endlich das süffige Triumphator Starkbier probieren. Mit 18,3 % Stammwürze und 7,6 % Alkohol ein echter Fastentrunk. Wiesn-Stadtrat Georg Schlagbauer hat mit 3 Schlägen das Fass angezapft, unterstützt durch Wirt Christian Schottenhamel und Löwenbräu Vertriebs-Chef Bernhard Klier. Frenetischen Beifall gab es für Grantler Markus Stoll, alias Harry G. In gewohnt bissiger Art lästert er über Möchtegern-Schickimikis, Porno- Dirndl, Yoga-Muttis und Isarpreißn.

Dass man mit Staubsauger, Zahnpasta Tuben, Filzstiften und sonstigem Schrott eine tolle Musik machen kann, bewiesen anschließend die drei Burschen von „Recyklang“.

Gespannt warteten die Gäste auf die Fastenrede von Christian Springer, der letztes Jahr beim Starkbieranstich seine Uniform und den „Fonsi“ an den Nagel gehängt hat.

„Herzlich willkommen im Löwenbräukeller, dem neuen Konzertsaal von München“ begrüßt Christian Springer die Gäste im Löwenbräukeller. Dann legt er los, verbale Watschn für seine Heimatstadt München und für die Bayerische Regierung. Zum Thema Gasteig: „Wo hast Du in München in Zukunft die beste Akustik. Wenn im Stachus Untergeschoss jemand mit dem Geldkörberl am Boden sitzt, ist das die Netrebko und gibt ein Werbekonzert“. Der Gasteig sei allerdings der abhörsicherste Raum von ganz Bayern, da die S-Bahn so laut ist, dass nicht einmal die NSA was höre, so Springer. Den Konzertsaal-Befürwortern rät er, die Ehefrau von Kultusminister Ludwig Spaenle für 600.000 Euro anzustellen, denn „dann fängt der morgen mit dem Bau an“. Aber das Münchner Publikum verstehe sowieso nichts, da es ‚“jeden Reinfall zum einmaligen Erlebnis macht.“

Auch das erzbischöfliche Ordinariat bleibt nicht verschont. Springer stellt den Neubau von 130 Millionen in Frage, „wo es in München doch immer mehr Arme und Bedürftige gibt.“

OB Dieter Reiter, gerade noch rechtzeitig zur Fastenrede im Saal erschienen, muss sich die Frage gefallen lassen, warum er mit dem Horst Seehofer kungelt. Springer: „Sie wissen schon, dass der von der anderen Partei ist. Bloß weil Sie mit dem Seppi Schmid im Rathaus eine Rockband aufmachen, heißt das nicht, dass Sie sich jetzt mit jedem zusammentun sollen. Das Münchner Rathaus ist ja kein Übungsplatz. Nicht dass es später mal heißt, Reiter, Reiter, an den OB können wir uns nicht erinnern, aber Jam Sessions ham‘s geile gehabt.“ Die CSU habe zwar 46 % aber könne rein rechnerisch in Bayern auch mit 14 % immer noch mit absoluter Mehrheit regieren. Zu Stoibers Auftritt in Passau: „Das ist so, wie wenn die Sechzger zum Elfmeterschießen den Radi Radenkovic einwechseln.“

Das auf den Rathaus-Computern installierte Linux bezeichnet er als „ruhigeres System, manche sagen ein rechtes Glump“. Vorteil von Linux wäre allerdings, „dass viele Stadträte tagelang nicht zu erreichen sind“.

Aber es gäbe auch viel Positives an das sich unsere Nachkommen erinnern werden, so Springer: „Die guade oide Zeit, schee wars in Bayern. Damals hat noch der Heimatminister regiert, denn der König (Seehofer) war schwermütig.“

Das Publikum dankte ihm mit Standing Ovations und minutenlangem Beifall.

Einhellige Meinung der Gäste: „Diese Fastenrede war stärker als die vom Nockherberg“.

OB Dieter Reiter: „Ich fand die Rede sehr gut, er hat mir ja nicht wirklich was vorgeworfen, außer dass ich mich mit der CSU vertrage. Die Zusammenarbeit mit Seehofer hat was gebracht, dann ist es in Ordnung wenn der OB sich mit dem Freistaat Chef gut verträgt.“

Gastronom Peter Schottenhamel:

„Ich fand die Rede sehr gut, es passte auch in das politische Geschehen der letzten Zeit.“

Löwenbräu-Vertriebs-Chef Bernhard Klier:

„Ich bin begeistert, das Schöne ist, dass er immer auf unsere Münchner Themen eingeht.“

Markus Rinderspacher, Bayern SPD-Fraktionsvorsitzender:

„Das war politisches Kabarett mit einem hohen Anspruch. Der Nockherberg war die monarchische Variante und hier beim Löwenbräu war die republikanische, die freistaatliche Rede. Es waren die hinteren Reihen, die applaudiert haben bei seiner Rede. Die vorderen Reihen, auf den Freibierplätzen, haben das wohlwollend zur Kenntnis genommen. Aber das Volk hat der Christian Springer total erreicht. Ich bin begeistert.“

Christian Springer: „Der größte Unterschied zum Nockherberg ist, er ist östlich der Isar. Wir sind westlich der Isar. Meine Rede war sehr münchnerisch, so haben es die Leute auch begriffen. Der Nockherberg ist Bundespolitik. Jetzt freuen wir uns auf den dritten Starkbieranstich, den Maibockanstich mit dem Kollegen Django Asül.“

Dass Starkbier ein verbindendes Getränk ist, bewiesen die anschließenden regen Diskussionen bis in die späten Nachtstunden.

Ingeborg Hoffmann

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