Vermeintliches Opfer angezeigt

Angst vor Kündigung: Azubi (21) erfindet Messerraub

München - Zunächst sah alles nach einem brutalen Raub aus, doch dann verwickelte sich das vermeintliche Opfer in Widersprüche. Jetzt hat der Auszubildende selbst eine Anzeige am Hals.

Der 21-Jähriger hatte vergangene Woche bei der Polizei Anzeige wegen schweren Raubes erstattet. Seinen Angaben zufolge sei er am Vormittag des 11. März 2015 von zwei unbekannten Männern in einem Hinterhof in der Maxvorstadt festgehalten und unter Drohung mit einem Messer seines Handys und seiner Geldbörse beraubt worden.

Die Ermittler des Raubkommissariats stellten jedoch schnell Ungereimtheiten in der Tat-Schilderung fest. Es verdichteten sich die Hinweise auf eine mögliche Vortäuschung der Straftat.

Um die offenen Fragen zu klären, wurde der 21-Jährige zu einer erneuten Vernehmung vorgeladen. Konfrontiert mit den Widersprüchen legte er ein Geständnis ab und räumte ein, dass die Tat nicht stattgefunden hat.

Tatsächlich hatte er Probleme mit seinem Arbeitgeber. Dieser hatte ihn wegen mehrfachen Zuspätkommens die Kündigung angedroht. Aus Angst, gekündigt zu werden, hat er die Geschichte mit dem Raubüberfall erfunden. Der 21-Jährige wird nun wegen Vortäuschung einer Straftat angezeigt.

mm/tz

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