Ex-1860-Präsident Dieter Schneider laut Medienbericht gestorben

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"Keine Profite mit unserer Miete"

Mieter demonstrieren gegen GBW

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Ein Foto von der Demonstration.

München - Sie verkleideten sich als Miethaie, trugen Papphäuser durch die Stadt und schwenkten Transparente: Am Samstag demonstrierten rund 70 Münchner gegen das Wohnungsunternehmen GBW.

Mieterin Gerda Nillius.

Die Aktionsgruppe Untergiesing und andere Mieter-Organisationen hatten dazu aufgerufen. Unter dem Motto "Keine Profite mit unserer Miete" lief der bunte Zug vom Stiglmaierplatz zur GBW-Zentrale in der Dom-Pedro-Straße 19. Das dortige Gebäude wurde erst in der Nacht zum Freitag mit blutroter Farbe beschmiert. Wer den Anschlag verübt hat, ist bisher nicht geklärt. Die GBW geht wohl von einem Zusammenhang mit dem Streit um die Sozial-Charta aus, die nach dem Verkauf der Wohnungen von der BayernLB an die Patrizia eingeführt wurde.

Die Mietergemeinschaft Adams-Lehmann-Straße.

Auch am Samstag spielte das Schriftstück zum Mieterschutz eine Rolle: „Die Charta ist nichts wert, weil das meiste davon ohnehin im Gesetz steht“, meint Gerda Nillius. Die 74-Jährige nahm mit der Mietergemeinschaft Karl-Marx-Ring (Neuperlach) am Protestzug teil. In den vergangenen sechs Jahren stiegen die Mieten in der Anlage um mehr als die Hälfte. „Hinzu kommt, dass viele Wohnungen schimmeln und der Hausmeister­service nie erreichbar ist“, erzählt die Rentnerin.

Die Mieter in der Adams-Lehmann-Straße (Schwabing-West) ärgern sich ebenfalls. 2013 musste die GBW eine Mieterhöhung wegen eines Fehlers zurücknehmen. „Aber sie wird es wieder versuchen“, glauben sie. Manche Familien müssen schon jetzt Kindergeld für die Miete verwenden.

Außerdem fürchten die Mieter in ganz München, dass ihre Wohnungen weiterverscherbelt werden. Denn die GBW will wohl knapp 5000 Wohnungen zu Geld machen. Die Teilnehmer der Demo forderten deshalb: „Stoppt den Weiterverkauf!“

Bea

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