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Apple will in München weiter wachsen: Große Pläne in der Maxvorstadt

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Das neue Apple-Gebäude entsteht gerade an der Karlstraße/Ecke Denisstraße.
Das neue Apple-Gebäude entsteht gerade an der Karlstraße/Ecke Denisstraße. © Marcus Schlaf

Apple hat in München große Pläne: Neben dem neuen Entwicklungszentrum in der Maxvorstadt soll nun auch noch ein Bürokomplex entstehen.

München - Ein Ingenieurteam von Weltklasse – das wünscht sich Apple und will deshalb in München weiter wachsen. Schon Ende 2022 möchte der US-Technologiekonzern seinen neuen Standort in der Karlstraße/Ecke Denisstraße beziehen: Dort entsteht gerade ein circa 30 000 Quadratmeter großes Gebäude, das in Zukunft Europas größte Entwicklungsschmiede für mobile drahtlose Halbleiter und Software sein soll.

München: Apple will einen großflächigen Campus schaffen

Doch das reicht dem Tech-Riesen nicht: Auch das Staatsgrundstück an der Seidlstraße 15 will Apple kaufen. Erste konkrete Pläne wurden in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Maxvorstadt (BA 3) in Anwesenheit von Vertretern des Konzerns diskutiert: Hier soll ein sechsgeschossiges Bürogebäude mit drei Untergeschossen entstehen und dadurch das Areal zwischen Seidl- und Denisstraße zu einem großflächigen Campus erweitert werden.

Zwar dauern die Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern über den Erwerb des Grundstücks noch an, die städtische Lokalbaukommission prüft jedoch parallel Apples Antrag auf baurechtlichen Vorbescheid.

München: Apple will sich bei Projekten zu erneuerbaren Energien einbringen

Vom BA gibt’s bereits grünes Licht. Unter anderem, weil Apple zugesichert habe, sich bei Projekten zum sozialen Engagement und zu erneuerbaren Energien in der Stadt stark einzubringen. Auch den Wunsch des BA zur Errichtung einer Kindertagesstätte und zur Begrünung von Freiflächen und Fassaden will Apple bei der weiteren Planung berücksichtigen.

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Das Stadtteilgremium verbindet mit seiner Zustimmung einen klaren Appell an den Freistaat, das Grundstück lediglich in Erbpacht zu vergeben: „Die Veräußerung zielt auf eine kurzfristig höhere Kapitalspritze. Sie lässt im Gegensatz zur Erbpacht keinen Spielraum für spätere Nutzungen und schränkt den Handlungsspielraum, insbesondere in Ballungszentren stark ein. Das ist kein nachhaltiges Handeln!“, betont BA-Vorsitzende Dr. Svenja Jarchow-Pongratz (Die Grünen).

Apple erklärte gegenüber dem BA, für beide Optionen offen zu sein. Die Immobilienverwaltung des Freistaats Bayern (ImBY) wollte sich wegen der noch andauernden Gespräche hierzu nicht äußern. Ulrike Kremer

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