„Hochhaus deutlich in die Jahre gekommen“

Sender zieht nach Freimann um: Was passiert jetzt mit dem BR Turm? Erste Pläne durchgesickert

Das Rundfunkhaus des Bayerischen Rundfunks in München.
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Das Rundfunkhaus des Bayerischen Rundfunks in München.

Der Bayerische Rundfunk verlässt sein Stammgelände und zieht nach Freimann. Was passiert mit dem Turm? Pläne gibt es viele.

  • Das Stammgelände des Bayerischen Rundfunks in München* - was passiert damit?
  • Der Sender zieht nach Freimann um.
  • Der Turm könnte abgerissen werden - oder auch Künstler beherbergen.

München - Die Gebäude des Bayerischen Rundfunks (BR) in der Maxvorstadt sind echte Hingucker. Während das BR-Hochhaus an der Arnulfstraße seit 1976 in die Höhe ragt, stehen Teile des ersten BR-Gebäudes, des 1929 eingeweihten Riemerschmidbaus an der Hopfenstraße, sogar unter Denkmalschutz. 2024 zieht der Sender aus der Innenstadt nach Freimann. Ein Architektenwettbewerb soll nun Ideen liefern, was mit dem Stammgelände passiert.

Seit 1954 werden BR-Fernsehsendungen an dem Standort Freimann produziert. Dieses Gelände wird bereits seit Ende 2017 erweitert, sodass in drei Jahren ein Großteil der Abteilungen aus der Innenstadt nach Freimann umsiedeln kann. Für die Zukunft der freien Innenstadt-Gebäude soll es einen städtebaulichen Wettbewerb geben, sagt Thomas Kiermeyer, Leiter der Hauptabteilung Allgemeine Dienste des Bayerischen Rundfunks in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Maxvorstadt. Visionen gibt es viele. „Die Überlegungen gehen hin zu medienspezifischen Landschaften“, so Kiermeyer. Kreatives Leben soll hier weiterhin stattfinden, außerdem das bisher abgeschlossene Areal für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

BR-Turm in München: Wird es ein Boardinghouse für temporär angesiedelte Künstler?

Auch ein Zuhause auf Zeit, ein sogenanntes Boardinghouse für temporär angesiedelte Künstler, wäre denkbar. Zudem hat der BR „natürlich höchstes Interesse, diese wunderschöne Adresse Rundfunkplatz 1 – was ja auch die Keimzelle des Bayerischen Rundfunks ist – für sich selbst in Anspruch zu nehmen“. Auch müsse überlegt werden, ob der Erhalt des Hochhauses an der Arnulfstraße gewünscht sei. „Dieses Hochhaus ist deutlich in die Jahre gekommen“, sagt Kiermeyer. Dennoch sei es realistisch, dass das Hochhaus erhalten bleibe.

Mit einem Abriss kann man jedoch bei dem Studiobau an der Marsstraße rechnen. Wegen der akustischen Anforderungen wurde für diesen Bau eine Raum-in-Raum-Bauweise mit einer Federkonstruktion verwendet, was eine Umnutzung schwierig macht. Mit einer Nutzung der leer gewordenen Gebäude kann ab 2026 gerechnet werden. LEONIE HUDELMAIER - *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

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