Mann wurde in München unter Bus eingeklemmt

Danke! Ihr habt mein Leben gerettet - Unfallopfer besucht Feuerwehrler

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Ein Bus überrollte Johann P. (roter Pullover) am 17. August am Königsplatz. Jetzt bedankte er sich bei den Feuerwehrlern, die ihn retteten

Es hätte sein letzter Tag sein können. Doch Johann P. (80, Name geändert) hatte unglaublich viel Glück – und kompetente Retter in der Not. Jetzt besuchte der Gerettete die Einsatzkräfte, denen er sein Leben verdankt.

Am 17. August war der Senior am Königsplatz in einen schweren Unfall verwickelt gewesen. Mit seinem Radl war er rechts ­abgebogen, ein Reisebus übersah ihn und überrollte ­Johann P.!

Schlimme Szenen spielten sich in der Innenstadt ab. Denn Johann P. lag unter dem Bus eingeklemmt, erst nach einem komplizierten Einsatz konnten die Rettungskräfte den Rentner bergen und schließlich ins Krankenhaus bringen, wo er schwer verletzt behandelt wurde.

„Ihren Einsatz werde ich Ihnen nie vergessen!“

P. überlebte – und ist mittlerweile wieder wohlauf. Am Freitagvormittag besuchte er nun seine Retter von der Berufsfeuerwehr und bedankte sich bei ihnen.

„Ihren Einsatz werde ich Ihnen nie vergessen! Vergelt’s Gott“, sagte Johann P. und stellte sich auch für ein gemeinsames Foto mit den Rettungskräften auf. „Mir war es wichtig, persönlich vorbeizukonmmen“, sagte P., der die Feuerwehrler spontan in der Feuerwache 1 am Sendlinger Tor überraschte.

Die Feuerwehrler setzten Hebekissen ein, um Johann P. unter dem Reisebus herauszuziehen

„Solch eine nette Geste ist leider nicht die Regel und freut uns Mitarbeiter von der Feuerwehr sehr. Es ist sehr schön für uns, zu sehen, dass es einem unserer vielen Patienten wieder gut geht“, sagte Sprecher Jan Saurer. „Auch wir sagen auf diesem Wege recht herzlich Danke.“

Bange Minuten hatte Johann P. den Feuerwehrlern bereitet, als sie ihn am 17. August unter dem Reisebus liegen sahen. Doch die Retter wussten Rat: Sie hoben den Bus mit Hebekissen an und befreiten den schwer verletzten Rentner. Von der Notarztwagenbesatzung Mitte wurde er in eine Münchner Klinik transportiert. Dort bangten die Ärzte auch um seinen linken Fuß: Eine Amputation drohte! Doch es kam zum Glück anders – und Johann P. kann mittlerweile wieder ohne Gehhilfe eigenständig laufen.

Nach einer langwierigen Genesung entschied er sich am Freitag nun, spontan auf der Wache vorbeizuschauen, um Danke zu sagen. „Seinen Humor hat er nicht vergessen“, so der Sprecher über Johann P. Denn bei dem Treffen wurde auch wieder fröhlich gelacht.

thi

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