Nach über 50 Jahren

Münchner Kult-Restaurant schließt - Gäste beklagten zuletzt üble Zustände

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Die Max-Emanuel-Brauerei in der Maxvorstadt schließt für immer.

Die Wirtschaft mit Biergarten in der Adalbertstraße in der Maxvorstadt war seit über 50 Jahren eine echte Institution. Das Lokal hatte bei Gästen Kultstatus. Nun sind die Lichter aus. 

  • Das Münchner Kult-Lokal Max-Emanuel-Brauerei ist zu.
  • Das Traditionslokal mit Biergarten war seit 1967 eine Partyhochburg zur Faschingszeit.
  • Löwenbräu gehört das Gebäude.  

München - Viele Bars und Restaurants behaupten, ein Kultlokal zu sein – die Max-Emanuel-Brauerei war es. Seit 1967 verwandelte sich die Wirtschaft während des Faschings zur Partyhochburg: Auf den legendären Festen war jedes Kostüm erlaubt, solange es weiß war. Zudem bot der Biergarten mit 700 Plätzen eine Oase mitten in der Stadt.

Wer in den vergangenen Wochen an dem Traditionslokal in der Adalbertstraße vorbeispazierte, dem bot sich ein ganz anderes Bild: Die Fassade ist mit Graffiti beschmiert, die Lichter sind aus. „Seit etwa zwei Monaten ist die Brauerei zu“, sagt eine Anwohnerin. „Immer wieder treffen sich Leute vorm Lokal und sind verdutzt, dass es geschlossen ist.“

München: Bei der Max-Emanuel-Brauerei ist seit zwei Monaten das Licht aus

War mal Kult: Die Max-Emanuel-Brauerei mit ihrem großen Biergarten und den weißen Festen. 

Die Wirtschaft wirkt so, als sei sie überstürzt verlassen worden: Auf dem Tresen steht ein volles Glas, die Jalousie ist ausgefahren und es hängen keine Zettel, die auf eine Schließung hinweisen. Aus welchem Grund der Pächter vorzeitig zusperrte, ist nicht klar. Anfragen unserer Zeitung ließ er unbeantwortet. Informationen gibt Löwenbräu, der Inhaber des Gebäudes: Der Pachtvertrag „gehe dem Ende zu“, heißt es, anschließend soll das Restaurant umfassend renoviert werden und Ende 2021 wieder öffnen. „Es gibt auch schon viele Pachtbewerber, aber es ist noch keine Entscheidung gefallen“, sagte die Sprecherin.

Seit 1997 führte Sepp Mittermeier das Traditionshaus. Er renovierte das Lokal und organisierte neben den weißen Festen auch noch andere Tanzveranstaltungen. Der Wirt verstarb 2015 nach schwerer Krankheit, seine Frau Celile übernahm.

Video: Immer mehr Kult-Läden in München müssen schließen

Kult-Lokal macht dicht: Gäste in München beschwerten zuletzt sich über warmes Bier und fettiges Essen   

Danach scheint es bergab gegangen zu sein. „Das Essen in der Wirtschaft wurde immer schlechter, ich bin nicht mehr hin“, sagt eine Anwohnerin. Und auch auf einem Online-Bewertungsportal lassen sich Nutzer über desolate Zustände aus. Mal ist das Personal unfreundlich, mal das Essen fettig oder das Bier warm. Nun bleibt abzuwarten, ob die neuen Pächter den Kult zurück ins Lokal bringen. 

Auch in der Maxvorstadt musste eine andere Kult-Bar schließen, der letzte Abend geriet zu einer emotionalen Angelegenheit.

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