In der Stabi

Studentin verliert Tasche, Mann meldet sich via Facebook - und ein Krimi beginnt

Eine junge Studentin ahnte nichts Böses, als sie in der Bayerischen Staatsbibliothek ihre Handtasche nicht mehr finden konnte. Doch dann schrieb ihr ein Fremder bei Facebook und der Krimi begann.

München - Bereits am 6. April kam einer 20-jährigen Studentin im Bereich der Staatsbibliothek in der Ludwigstraße ihre Handtasche abhanden. Sie erstattete zunächst keine Anzeige, da sie hoffte, dass ihre Tasche im Fundbüro abgegeben werden würde. Am letzten Dienstag meldete sich ein Mann per Facebook-Chat bei der 20-Jährigen und forderte 300 Euro, wenn sie ihre Tasche mit den Ausweisen und ihren Bank-/Kreditkarten wiederhaben wolle.

Die Studentin handelte den Erpresser auf 250 Euro herunter und schlug ein Treffen für den Mittwoch um 18.30 Uhr am Marienplatz vor. Von Berlin aus, wo sie sich gerade zu Studienzwecken aufhält, verständigte die 20-Jährige ihren Vater. Der wendete sich umgehend an die Polizei. Im Namen seiner Tochter erstattete er Anzeige wegen Diebstahls und Erpressung. Nachdem weitere Details zur Übergabe vereinbart worden waren, überwachten zivile Beamte den vereinbarten Treffpunkt. 

Sie konnten den Erpresser, einen 33-jährigen Münchner, am Marienplatz festnehmen. Die gestohlene Handtasche hatte er bei sich. Da der Mann momentan über keinen festen Wohnsitz verfügt, wurde er nach den polizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook -Seite „Maxvorstadt – mein Viertel“.

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Diesen Dieben ging es gleich an den Kragen

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Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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