Tierärztin erklärt Fall

Nach wochenlangem Bangen: Circus Krone gibt traurige Nachricht bekannt

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Nashornbulle Tsavo gehörte zum Zirkus Krone. Nun ist er gestorben.

Der Circus Krone bangte seit Wochen um sein krankes Nashorn Tsavo. Trotz intensiver Behandlung ist das Tier nun gestorben.

Update vom 5. März 2019, 13.15 Uhr: Das Zirkus-Nashorn Tsavo ist tot. Am Dienstagmorgen habe der Bulle plötzlich komisch geschnauft, schilderte seine betreuende Tierärztin Christine Lendl der Deutschen Presse-Agentur in München. „Und dann war er wirklich innerhalb von Minuten verstorben.“ 

Das 45 Jahre alte Tier hatte dem Circus Krone seit Wochen Sorgen bereitet, weil es wenig fraß und Durchfall hatte. Mediziner hatten den Breitmaulnashorn-Bullen daraufhin Mitte Februar aufwendig untersucht, aber letztlich nichts Konkretes gefunden. Nun wird der Kadaver in der Tierpathologie obduziert, um die genaue Todesursache herauszufinden.

Circus Krone: Bangen um Nashorn Tsavo geht weiter

Update vom 26. Februar 2019: Sie haben Spezialisten aus ganz Deutschland eingeflogen und das fast drei Tonnen schwere Tier zur Untersuchung narkotisiert, um endlich Klarheit zu erlangen. Das hat leider nicht geklappt. Noch immer muss der Circus Krone um das Breitmaulnashorn Tsavo bangen. Wie die tz berichtete, hatte das mit 45 Jahren sehr alte Tier in den letzten Wochen immer schlechter gefressen und, von Durchfall geplagt, mehr als 300 Kilo abgenommen. Auch Dompteur Martin Lacey junior (41) machte sich Sorgen.

Viereinhalb Stunden lang untersuchten die Ärzte Tsavos Zähne, nahmen Blut und andere Proben und machten sogar eine Darmspiegelung. Was dem Tier fehlt, brachte aber auch die Laboruntersuchungen nicht ans Licht, berichtet Tierärztin Christine Lendl jetzt. „Wir haben zwar nichts Schlimmes wie einen Tumor gefunden“, so die Spezialistin, „aber es gibt auch keinen eindeutigen Hinweis für eine zugrunde liegende Krankheit, die die massiven Störungen im Magen-Darm-Trakt erklären würde.“ Die Folge: Tsavo frisst nach wie vor wenig, der Durchfall ist nur ein klein wenig besser. Christine Lendl: „Sein Zustand ist stabil schlecht.“ Die Ärzte unterstützen ihn mit Aufbauspritzen – so gut es geht. „Tsavo spielt da nicht so ganz mit. Und er ist halt auch ein gefährliches Tier, das sich gegen Eingriffe wehren kann“, sagt Lendl.

nba

Noch bis Ende Februar gibt es das Winterprogramm des Circus Krone

Komplizierter Einsatz: Circus Krone ruft Feuerwehr zur Hilfe 

München - Der schwergewichtige Patient - der 45-jährige Nashornbulle Tsavo - gehört zum Circus Krone, der in München sein Winterquartier hat. Tsavo leidet nach Aussage eines Zirkussprechers seit Wochen an Verdauungsproblemen.

Da das zwei Tonnen schwere Tiere nur in Vollnarkose und aufrechter Position untersucht werden kann, holte sich der Zirkus die Feuerwehr zur Unterstützung. Die Einsatzkräfte rückten mit Lufthebekissen und Gurten an, teilte die Berufsfeuerwehr am Sonntag mit. Auch bei der Kontrolle der Zähne halfen die Feuerwehrmänner tatkräftig mit und hielten unter anderem das Maul offen.

Woran Tsavo, der in den vergangenen Monaten bereits 300 Kilo abgenommen hat, leidet, soll laut Zirkussprecher eine Probe im Labor klären. Das Ergebnis stehe noch aus, die Untersuchung habe er gut überstanden.

dpa

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