Das steckt dahinter

Unmoralische Wohnungsanzeige in München: Viele Frauen melden sich - doch es gibt einen Haken

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Bei der Wohnungssuche in München muss man kreativ sein, auch Angebote für Wohnungen können mitunter kurios sein.  (Symbolbild)

Für den Einzug in eine Wohnung in München erwartet der Vermieter eine intime Gegenleistung - und er hat damit auch noch Erfolg. Das steckt hinter der Anzeige.

München - Kuriose Inserate für Wohnungen erregen immer wieder Aufsehen. Wie die Abendzeitung berichtet, ist nun erneut eine eher ungewöhnliche Anzeige aufgetaucht. Es ist vergleichsweise ein Schnäppchen, 1000 Euro kalt - mitten in der Maxvorstadt, dazu noch eine wunderschöne Neubauwohnung. 

Klingt erstmal nach einem richtigen Glücksfund, aber mit gewaltigen Haken: Für den Einzug erwartet der Vermieter aus München eine sehr intime Gegenleistung. Denn wer die Wohnung behalten möchte, der muss wöchentlich den Vermieter, im wahrsten Sinne des Wortes, nahetreten. „Mich interessieren weder Dein Einkommen noch Deine SCHUFA Auskunft. Mich interessiert nur, ob Du zur Wohnungsbesichtigung ein Höschen trägst und ob Du einmal wöchentlich Lust hast, mit Deinem Vermieter zu v****.“

Zum Abschluss des Inserates betont der Vermieter nochmals „Und nein, keine Vermietung ohne Sex!“. Aber was steckt dahinter?

Inserat für Wohnung in München: Ernst, schlechter Scherz oder ein Experiment? 

Hinter dem Inserat steckt nicht etwa ein sehr lüsterner Vermieter, sondern ein Ehepaar aus Neumünster, wie die Abendzeitung berichtet. Die beiden haben sich gefragt, wie weit Wohnungssuchende wohl gehen würden, um eine der begehrten Wohnungen in München zu bekommen. In Form eines regelrechten Experimentes stellten sie das Inserat bei mehreren Anbietern ein - für München aber auch Berlin. 

München: Überraschend viele Rückmeldungen für ungewöhnliches Inserat

Über die verschiedenen Portale sollen die beiden tatsächlich acht positive Rückmeldungen auf das unmoralische Angebot bekommen haben, so der Bericht weiter. Die Bewerberinnen, darunter auch fünf Studentinnen, hätten neben der Wohnungs-Anfrage auch Fotos mitgeschickt. Auf einem anderen Portal seien es sogar 40 Anfragen gewesen.

In Berlin, berichtete das Ehepaar der Abendzeitung, hätten noch erheblich mehr Frau auf das schmutzige Inserat reagiert. Der Gedanke des Paars: Man könne sehen, wie leicht sich die angespannte Wohnsituation in München ausnutzen ließe. 

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