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Auf der Linie 153

MVG testet neuen Elektro-Bus

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So schaut der neue Elektrobus aus, der derzeit in der Stadt getestet wird.

München - Vier Wochen lang testen SWM und MVG in Zusammenarbeit mit der Hochschule Landshut einen neuen Elektrobus auf der Linie 153 zwischen Odeonsplatz und Lothstraße.

Eigentlich sieht er aus wie ein ganz normaler Bus. Und doch ist hier vieles anders: Vier Wochen lang testen SWM und MVG in Zusammenarbeit mit der Hochschule Landshut einen neuen Elektrobus des chinesischen Herstellers BYD auf der Linie 153 zwischen Odeonsplatz und Lothstraße. Die tz hat bei der Testfahrt neben MVG-Chef Herbert König Platz genommen.

„Kleiner aber deutlich leiser“, befand tz-Reporter Nemanja Markovic.

Auffällig sind die großen Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien auf dem Dach und hinter der Fahrerkabine. Diese liefern den Strom. Aber noch ist der Bus nicht serienreif. König: „Die Batterien sind noch zu groß und zu schwer, so dass die Anzahl der Sitzplätze darunter leidet.“ Der Hersteller aus China gibt an, dass der Elektrobus mit einer Ladung bis zu 250 Kilometer weit kommt. Jedoch wird die Fahrzeugheizung auch mit Hilfe der Batterien betrieben. Deswegen beeinflusst die Heizung vor allem in kalten Monaten die Reichweite. Eine Ladestation befindet sich im Bus-Betriebshof West und die Ladezeit beträgt etwa fünf Stunden. „Die Lebensdauer der Batterien muss allerdings noch weiterentwickelt werden. Denn trotz permanenter Lade- und Entladezyklen, darf die Leistung nicht sinken“, sagt der MVG-Chef König. Während der Testfahrt auf der Linie 153 fällt positiv auf, dass die gewohnte Motorvibration und das Brummen entfallen. Man fühlt sich wie in der U-Bahn.

Bis voraussichtlich 3. Januar wird der Elektrobus auf Münchens Straßen im ganz normalen Linienverkehr zu sehen sein. Die Anschaffungskosten werden allerdings doppelt so hoch sein, wie die eines herkömmlichen Dieselbusses. Etwa 450 000 Euro ist der stolze Preis für ein solches Gefährt. Vorerst werden deswegen die üblichen Dieselbusse verwendet. Herbert König sieht dennoch in der chinesischen Elektrobustechnik eine „erfolgversprechende Zukunftsperspektive“ und findet sie vor allem für den Linienbetrieb in München interessant. Das wird allerdings noch dauern: Erst nach der Testphase wird entschieden, wie es weitergeht.

Nemanja Markovic

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