Seltsame "technische Prüfungen"

Neue Pinakothek kurzfristig geschlossen

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München - Dass die Neue Pinakothek reif für die Sanierung ist, weiß der tz-Leser seit Jahren. Jetzt wurde das Haus völlig unerwartet geschlossen. Das gibt Rätsel auf.

Unter dem Ex-Kunstminister Wolfgang Heubisch wurde das Paket geschnürt – Kosten: 75 Millionen Euro –, im Jahr 2017 soll es aller Wahrscheinlichkeit nach losgehen. Einen kleinen, bitteren Vorgeschmack mussten alle Besucher, die den Musentempel mit Werken vorwiegend des 19. Jahrhunderts bewundern wollten, schon am Freitag „genießen“ – denn das Haus wurde völlig unerwartet und kurzfristig geschlossen.

Ein Schild vorm Eingang wies darauf hin, und von der Pressestelle gab es die dünne Mitteilung: „Die Neue Pinakothek muss aufgrund notwendiger technischer Prüfungen bis einschließlich Mittwoch, 9. September, geschlossen bleiben.“ Ab Donnerstag ist wieder geöffnet. Der Grund: Es würden „derzeit Planungen für eine grundlegende Sanierung erstellt“. Klingt nicht gerade nach Notfall.

Der technische Direktor meldete sich trotz tz-Nachfrage nicht – und ab 15 Uhr war die Pressestelle nicht mehr zu erreichen. Komisch bleibt es: Wenn die Aktion planbar war – warum keine rechtzeitige Ankündigung?

mb

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