Stadt blamiert sich

Neuer Pfusch beim München-Modell

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Sie fürchten die 20-Prozent-Mieterhöhung: Heinrich Blank, Wolfgang Donauer und Franz Gehrold (v.l.).

München - Peinlich, peinlich: Beim München-Modell blamiert sich die Stadt immer mehr! Beim Wohnen regieren Pleiten, Pfusch und Pannen!

Klaus-Michael Dengler, warum der Investor am Ackermannbogen nicht gegen Verträge verstoßen hat – und warum die Mieter 20 Prozent Preissteigerung ertragen müssten. Selbst der oberste Mietanwalt und OB Christian Ude (SPD) nimmt ihm das ab. Da widerspricht zuerst CSU-Stadträtin Evelyne Menges, dann SPD-Kollegin und Mietervereinschefin Beatrix Zurek. Und zwar mit so guten Argumenten, dass der Stadtrat den Fall einstimmig nicht zu den Akten legt, wie von der Stadt beabsichtigt, sondern eine strenge Prüfung beschließt. Beim Wohnen regieren Pleiten, Pfusch und Pannen!

120 Erwachsene und 60 Kinder leben in den 52 Wohnungen in der Elisabeth-Kohn-Straße. CSU-Politikerin Menges hält es für einen „Skandal“, dass Verwaltung und OB die selbst verpfuschten Klauseln im Kaufvertrag auch noch zugunsten des Vermieters Hausbau Fischer auslegten. „Ich habe gedacht, wir stehen hier auf Seite der Mieter.“ Sie will die Vertragsstrafe von 50 000 Euro einfordern, um Mietern einen Ausgleich zukommen zu lassen.

Zurek sagte: „Sie werden lachen, ich teile die Rechtsauffassung.“ Sie wollte die Konsequenzen aber noch offen lassen – und bekam eine Mehrheit.

Jetzt wird auch deutlich, dass keiner der 1750 München-Modellhaushalte Schutzklauseln im Mietvertrag hat, mit denen Verstöße selbst einklagbar wären. Das will die Stadt künftig ändern.

David Costanzo

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