Polizei mit Hunden im Einsatz

Messerstecherei am Neuraum: Krimi um Suche nach der Tatwaffe

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Knapp 30 Polizisten suchten mit zwei Hunden noch einmal nach dem Messer.

Nach der Stich-Attacke vor der Diskothek Neuraum am ZOB nimmt die Polizei mehrere Verdächtige fest. Jetzt dreht sich alles um die Suche nach der Tatwaffe. 

München - Schritt für Schritt gehen sie die Gleise ab, den Blick starr auf den Boden gerichtet. Sie schauen hinter Hecken und Zäune – und gehen doch leer aus. Knapp 30 Polizisten haben am Mittwochmittag zusammen mit zwei Hunden noch einmal nach dem Messer gesucht, mit dem in der Nacht auf Sonntag ein 31-Jähriger vor der Diskothek Neuraum niedergestochen wurde. Gefunden haben sie die Tatwaffe allerdings nicht. Unterdessen hat die Polizeizwei weitere Tatverdächtige festgenommen, der vierte ist noch auf der Flucht.  Ein 19-Jähriger wurde bereits am Montag verhaftet. Das Opfer aus dem Raum Schongau ist weiterhin im Krankenhaus, sein Zustand ist stabil. Die Mordkommission ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Nach Angaben des Präsidiums hat die Polizei mittlerweile alle vier Verdächtigen identifiziert. Es handelt sich um einen 23-Jährigen, zwei 19-Jährige und einen 18-jährigen Münchner. Der Jüngste ist noch auf der Flucht. Zwei der drei Festgenommenen äußerten sich bislang nicht zu den Vorwürfen, einer von ihnen räumte die Tatbeteiligung allerdings ein. Details gibt die Mordkommission heute bekannt. Die Staatsanwaltschaft hat gegen alle vier Verdächtigen Antrag auf Haftbefehl wegen Beteiligung an einem versuchten Tötungsdelikt beantragt. Der 19-jährige Azubi, der am Montag in Haidhausen festgenommen wurde, sitzt in U-Haft. Die beiden anderen sollten noch am Mittwoch dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Wie berichtet, war es am Sonntag gegen 3.25 Uhr im Raucherbereich der Diskothek Neuraum am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an der Hackerbrücke zu einer Auseinanderstzung zwischen dem 31-Jährigen und den vier Verdächtigen gekommen. Weil es stark regnete, drängten sich viele Club-Besucher unter einen Pavillon. Eine Begleiterin des späteren Opfers wurde abgedrängt, es kam zum Streit. Diesen wollten die Beteiligten ausfechten und gingen hinter einen Busch am Parkplatz. Dort stach einer der Täter dem 31-Jährigen mit einem Messer mehrmals in die Brust. Das Opfer schwebte zunächst in Lebensgefahr, wurde notoperiert. Bereits am Sonntag suchte die Polizei am ZOB nach der Tatwaffe, die Stammstrecke wurde zeitweise gesperrt.

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