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Tier mussten abgegeben werden

Reptilien-Auffangstation: 25 Schildkröten als Trennungsopfer

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Die 25 Afrikanischen Spornschildkröten haben ihr neuen Zuhause in der Reptilienauffangstation bezogen.

München - Gleich 25 neue Schildkröten hat die Reptilienauffangstation in München bekommen. Die Tiere sind Opfer einer Trennung. Die Auffangstation ist besorgt über den Trend zur Schildkröte als Haustier.

Weil ein Paar sich getrennt hat, bekommt die Münchner Reptilienauffangstation gleich 25 neue Bewohner. Gestern haben 25 Afrikanische Spornschildkröten in der Auffangstation für Reptilien ihr neues Zuhause bezogen.

Sechs der Schildkröten sind bereits ausgewachsene Exemplare, die bis dato auch unter guten Bedingungen gehalten wurden. Mit ihnen hatten die bisherigen Besitzer ein Mal gezüchtet und tatsächlich auch alle 19 Eier des Geleges erfolgreich ausgebrütet. Was dann jedoch aus den Nachzuchten werden sollte, ging in der plötzlich anstehenden Trennung des Paares vollends unter, berichtet die Auffangstation. Die Jungtiere seien bei der Unteren Naturschutzbehörde schon gar nicht mehr ordnungsgemäß angemeldet worden, wozu die Halter eigentlich verpflichtet gewesen wären. Auch die finanzielle Absicherung und damit die langfristige Versorgung der Tiere seien plötzlich nicht mehr gesichert gewesen.

"Man sollte bei der Zucht bedenken, dass einige Arten aufgrund ihrer langen Lebensdauer oder ihrer komplexen Ansprüche nur schwer zu vermitteln sind", kommentiert Stationsleiter Dr. Markus Baur den Fall.

Gerade die Spornschildkröte hat sich in den letzten Jahren zunehmend auf dem Heimtiermarkt etabliert. Und das, obwohl die Art innerhalb kürzester Zeit sehr groß werden kann – bis zu 100 Kilo schwer – und damit ihren Haltern schnell über den Kopf wächst. Auch graben die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung gerne tiefe Höhlen in den Untergrund. Für Gartenbesitzer gibt es deshalb nicht selten ein böses Erwachen, wenn sie ihr Haustier in ein Freigehege setzen.

Die Reptilienauffangstation sieht es mit Sorge, dass sich viele Menschen sich vor der Anschaffung nicht oder zu wenig über die Bedürfnisse der Art informieren. Dort rechnet man für diese Spezies in den kommenden Jahren mit stark ansteigenden Abgabezahlen. Es sei zu befürchten, dass die Masse dieser Tiere dann unvermittelbar sein wird. Für Einrichtungen wie die Auffangstation ist das ein großes Problem: Die Verein bleiben auf den Kosten sitzen.

Auch im Fall der 25 Spornschildkröten war es den Haltern wegen ihrer privaten Situation nur noch sehr begrenzt möglich, die Erstversorgung der zahlreichen Tiere in der Auffangstation zu finanzieren. 

Interessenten für die Aufnahme eines oder mehrerer Tiere (nur in erfahrene Hände) oder für die Übernahme einer Tierpatenschaft schreiben bitte an info@reptilienauffangstation.de

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