Maxvorstadt

NS-Doku-Zentrum: Mit dem Beamer gegen Fremdenfeindlichkeit

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Das NS-Dokumentationszentrum in der Brienner Straße in München. 

München - In München und Umgebung ist es in letzter Zeit vermehrt zu antisemitischen und fremdenfeindlichen Übergriffen gekommen. Dagegen setzt das NS-Dokuzentrum am Donnerstag ein sichtbares Zeichen.

Das NS-Dokumentationszentrum in der Brienner Straße in München beteiligt sich am Donnerstag an der Kampagne "Aktionswochen gegen Antisemitismus": In einer Beamerinstallation werden von 17 bis 20 Uhr aktuelle Presseberichte als „Chronik antisemitischer Vorfälle“ an die Hauswand des NS-Dokumentationszentrums projiziert. Diese Aktion findet parallel an weiteren zentralen Orten in Berlin, Köln und Dresden statt.  

Das NS-Dokumentationszentrums ist ein zentraler Lern- und Erinnerungsort zum Nationalsozialismus. Als solcher ist es seine Aufgabe, neben der Aufklärung über die NS-Diktatur und ihre Folgen auch ein Zeichen zu setzen - gegen jede Art des Fortlebens von Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. 

Mit mehr als 200 bundesweiten Veranstaltungen, Projekten und Aktionen wird das Projekt „Aktionswochen gegen Antisemitismus“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt. Rahmen ist das Bundesprogramm „Demokratie Leben!". Die Amadeu Antonio Stiftung organisiert die Kampagne. Mit ihren Projekten will sie darauf aufmerksam machen, dass Antisemitismus ein kontinuierlich existierendes gesellschaftliches Problem ist. 

Dass Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Rechtsradikalismus und Antisemitismus nicht mit dem Kriegsende 1945 verschwunden, sondern vielmehr Phänomene sind, die gegenwärtig europaweiten Zuwachs erfahren, zeigt auch die Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrums München. So wird der Ausstellungsrundgang mit einer interaktiven Medieninstallation mit aktuellen Pressemeldungen zum Fort- und Weiterleben von NS-Ideen beendet. „Was hat das mit mir zu tun?“ ist eine der zentralen Fragestellungen, mit denen das NS-Dokumentationszentrum seine Besucherinnen und Besucher konfrontiert und zum genauen Hinsehen auffordert. 

Auch in München und Umgebung ist es in letzter Zeit vermehrt zu antisemitischen Übergriffen gekommen. Mit Unterstützung des Aktionsbündnisses „München ist bunt!“ wird in diesem Jahr ein sichtbares Zeichen gegen Antisemitismus vom NS-Dokumentationszentrum ausgehen. 

Das NS-Dokumentationszentrum hat Dienstag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Das Tagesticket kostet 5, ermäßigt 2,50 Euro. Jugendliche unter 18 Jahren sind frei.  

mm/tz

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