Diskriminierender Spruch soll gefallen sein

NS-Dokuzentrum: Beleidigte Wachmann ein Paar?

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Am Eingang des NS-Dokumentationszentrums sollen eine junge Münchnerin und ihr Freund beleidigt worden sein. 

München - Kurz nach der Eröffnung gibt es schon Ärger am NS-Dokuzentrum: Ein Wachmann soll eine junge Münchnerin und ihren Freund aus Peru mit einem diskriminierenden Spruch begrüßt haben.

Am neu eröffneten NS-Dokuzentrum soll ein Wachmann ein junges Paar beleidigt haben. Der Vorwurf: Als eine 27-jährige Münchnerin zusammen mit ihrem Freund aus Peru am Samstagnachmittag das Gebäude betreten hatte, habe der Mann einen diskriminierenden Spruch von sich gegeben. Die Münchnerin fragte, ob der Eintritt frei sei. Die Antwort des Security-Mannes soll laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung gewesen sein: "Für Blondinen und Schwarze ist es heute gratis."

Die junge Frau wandte sich mit einem Brief an die Gedenkstätte und schilderte ihr Erlebnis. Das NS-Dokuzentrum bestätigte gegenüber dem Münchner Merkur, dass sich eine Besucherin durch einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes diskriminiert gefühlt habe.

Der Vorfall werde unverzüglich aufgeklärt. "Sollte es tatsächlich zu einer diskriminierenden Äußerung gekommen sein, wird dies Konsequenzen haben", kündigt Sprecherin Kirstin Frieden gegenüber dem Münchner Merkur an. Derartige Verhaltensweisen würden an einem "Lern- und Erinnerungsort, der für Toleranz und ein friedliches Miteinander als demokratische Grundwerte steht" nicht geduldet.

wei

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