1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Maxvorstadt

Schanigarten in Maxvorstadt: Anwohner verärgert über Geister-Garten - jetzt reagiert die Stadt

Erstellt:

Von: Sascha Karowski

Kommentare

Anwohner und Ex-FDP-Stadtrat Michael Mattar ist sauer, dass die Stadt nicht handelt.
Anwohner und Ex-FDP-Stadtrat Michael Mattar ist sauer, dass die Stadt nicht handelt. © Schmidt

Münchens Schanigärten sind beliebt - aber offenbar nicht überall. In der Maxvorstadt steht ein Schanigarten seit Monaten mehr oder weniger leer. Anwohner sind sauer, jetzt hat die Stadt reagiert.

München - Draußen schmausen – an den Schanigärten in München besteht weiter großes Interesse. Doch nicht überall. An der Ecke Dachauer/Erzgießereistraße (Maxvorstadt) herrscht Frust bei der Freischankfläche. Die „Mekong Bar“ hat zwar einen Schanigarten. Dieser wird allerdings nicht bewirtschaftet. Anwohner und Ex-FDP-Stadtrat Michael Mattar ist verärgert. Immerhin seien Stellplätze rar, Nachbarn hätten sich bereits beklagt. Es sei das eine, Parkplätze für die Öffentlichkeit oder die Gastronomie zugänglich zu machen, dann müssten sie aber auch genutzt werden.

Schanigarten in der Maxvorstadt: „Neue Betreiber scheint sich nicht zuständig zu fühlen“

Mattar berichtet, dass es einen Wechsel des Betreibers gegeben habe. „Und der neue scheint sich entweder nicht zuständig zu fühlen, oder es ist ihm egal. Da stehen noch die Blumen aus Oktober.“ Seit Januar sei der Betrieb nur abends geöffnet, der Inhaber war für unsere Redaktion nicht zu erreichen.

Aber selbst beim Vorgänger sei der Schanigarten nie wirklich besucht gewesen. Bemerkenswert sei, dass die Stadt nicht reagiere, sagt Mattar. „Es gibt offenbar bei der Verwaltung niemanden, der kontrolliert, ob die Schanigärten tatsächlich genutzt werden.“

Währenddessen müssen Münchner Gastronomen wohl wieder für die Nutzung von Freischankflächen bezahlen. Die Wirte fordern mehr Zeit.

München: KVR baut Schanigarten in Maxvorstadt ab

Ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferates widerspricht. Wegen Anwohnerbeschwerden ob des optischen Zustandes habe die Bezirksinspektion im Juni den Schanigarten kontrolliert. „Da war er zumindest teilweise in Betrieb, der Betreiber wurde auf seine Pflicht zur Instandhaltung hingewiesen.“ Es bestehe aber grundsätzlich keine Verpflichtung, die Flächen abzubauen, wenn sie temporär nicht genutzt werden. Das ist aber nun erfolgt. Nach der Presseanfrage hat die Verwaltung die Bretter entfernt. Offenbar hatte der Betreiber dann doch kein Interesse an dem Geister-Garten.

Auch interessant

Kommentare