Zwei bis drei Millionen Euro Schaden

Tram-Unfall: Polizei veröffentlicht neue Details

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Die Tram blieb unter dem Vordach in der Barer Straße 38 stecken.

München - Der spektakuläre Tram-Unfall hielt am Freitagvormittag das Museumsviertel in Atem – jetzt hat die Polizei neue Details veröffentlicht.

Demnach beläuft sich der Schaden an der Trambahn auf zwei bis drei Millionen Euro – ­Totalschaden! Außerdem hat sich bestätigt, was viele Augenzeugen schon kurz nach dem Unfall schilderten: Der Fahrer (58) des weißen Transporters, der die Tram aus den Schienen hob, war über eine rote Ampel gebrettert.

Die Tram war danach unlenkbar im rechten Winkel abgehoben und unter dem Dach der Arkade unter dem Eckhaus ­Barer/Gabelsbergerstraße gekracht. Weil der Tramfahrer (41) seine 75 Fahrgäste noch geistesgegenwärtig gewarnt hatte – „Alle festhalten!“ - blieben schwere Verletzungen aus. Eine 71-jährige Münchnerin wurde mit Schnittwunden an Gesicht und rechter Hand ins Krankenhaus gebracht, ein anderer Münchner (46) ging selbst zum Arzt.

Der Fahrer des Transporters dagegen brach sich mehrfach die linke Schulter und erlitt Prellungen und Schürfwunden. Und trotzdem hätte der Unfall noch viel mehr anrichten können … Wie jetzt bekannt wurde, wäre die Tram um Haaresbreite für mehrere Münchner zum tödlichen Geschoss geworden!

Den grauen Smart einer Zahnärztin (37) und ihres Kindes streifte die Tram nur an der rechten Front – sie kamen mit einem platten Reifen davon. Auch der Fahrer eines weißen VW-Busses, ein 42-jähriger Hotelfachmann, hatte Glück: Die Tram erwischte ihn nicht frontal, sondern lediglich am linken Kotflügel.

Den größten Schutzengel aber hatte eine Fußgängerin: Sie sah die Tram auf sich zuschießen – und konnte in allerletzter Sekunde ausweichen …

Tram kracht in Haus - Bilder

tos

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