Ehemaliges Mahag-Gelände

Maxvorstadt: Kein Hotel, keine Wohnungen - Auf 30.000 Quadratmeter kommt ein Bürokomplex

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Im Herbst geht es los: Bis 2021 soll der Komplex nach Entwürfen von David Chipperfield fertiggestellt sein. 

Der Weg für die Neubebauung des ehemaligen Mahag-Geländes in der Maxvorstadt ist frei. Die Stadt hat die Baugenehmigung erteilt, noch im Herbst sollen die Bagger anrollen. Eine Integration von Wohnungen in den Bürokomplex ist damit endgültig vom Tisch.

Der Bezirksausschuss Maxvorstadt hatte von Wohnungen auf dem ehemaligen Mahag-Gelände geträumt – daraus wird nun nichts. Stattdessen wird zwischen Stiglmaierplatz und Hauptbahnhof ein riesiges Büroensemble entstehen. Entworfen wurde es vom Berliner Büro des britischen Star-Architekten David Chipperfield. Die Baugenehmigung ist erteilt – Baubeginn soll im Herbst sein, die Fertigstellung ist für das Jahr 2021 geplant.

Der Komplex soll auf den Namen Karl hören

Der Komplex soll auf den Namen Karl hören – das 7500 Quadratmeter große Eckgrundstück grenzt im Norden an die Karlstraße. Im Osten grenzt es an die Denisstraße und im Westen an das Gebäude der Spatenbrauerei. Und hier liegt der Knackpunkt, der einer Wohnnutzung den Strich durch die Rechnung gemacht hat. Aufgrund der direkten Nähe zur Brauerei seien Wohnungen dort nicht genehmigungsfähig.

Insgesamt 30 000 Quadratmeter Bürofläche sollen jetzt auf dem Areal entstehen. Die vier Gebäudeflügel erhalten sechs oberirdische Geschosse, der 1400 Quadratmeter große Innenhof soll die Nutzer der Immobilie „dazu animieren, sich miteinander zu treffen und zu kommunizieren“. Die Bauherren von der Investorenfamilie Brecht-Bergen bezeichnen den Komplex als „Ort für eine neue, vernetzte Arbeitswelt von morgen“. Das nehmen auch andere Bauherren für sich in Anspruch, die rund um den Bahnhof Bürogebäude planen. „Durch den Neubau des Hauptbahnhofs wird das zentral gelegene Viertel in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen“, so die Bauherren. Auf eine rund um den Bahnhof beliebte Nutzung verzichten sie aber: Ein Hotel wird, entgegen früherer Pläne, keinen Platz auf dem Ex-Mahag-Gelände finden.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook -Seite „Maxvorstadt – mein Viertel“.

Von Marc Kniekamp

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