Mitten im Berufsverkehr: Kurzschluss zerstört Oberleitung – Zehntausende Pendler betroffen

Mega-Chaos: Regenschirm legt S-Bahn lahm

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Mitten im Berufsverkehr hat ein Kurzschluss eine Oberleitung zerstört. Zehntausende Pendler waren von den dadurch entstandenen Verzögerungen und Ausfällen im S-Bahn-Verkehr betroffen

München - Ein Regenschirm hat am Freitag ein riesiges Chaos bei der S-Bahn ausgelöst.

Gegen 15.10 Uhr geriet der Schirm am Isartor in die Oberleitung. Wie, das ist noch unklar – doch vermutlich hatte diesen jemand hochgeworfen. Die Folge war ein Kurzschluss, auf einen Schlag ging im gesamten S-Bahn-Tunnel gar nichts mehr!Fünf Züge waren im Tunnel von dem plötzlichen Stromausfall betroffen – zum Glück jedoch keiner zwischen zwei Bahnhöfen. Am Rosenheimer Platz, so Bahn-Sprecherin Bianca Piechaczek, blieb ein Zug kurz vor dem Bahnsteig stehen. Der Lokührer habe den Strombügel eingezogen und sei dann auf der leicht abschüssigen Strecke ohne Antrieb zum Bahnsteig gerollt, so dass die Passagiere aussteigen konnten.Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe stand der ganze S-Bahn-Betrieb zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof still. Um die defekte Oberleitung zu reparieren, wurde ein Spezialzug angefordert. Vor einer Reparatur musste erst die Strecke von liegengebliebenen S-Bahnen mit einer Diesellok freigeschleppt werden.Die S-Bahnen wendeten im Ostbahnhof und im Westen am Hauptbahnhof, der Hackerbrücke oder am Heimeranplatz (S 6). Viele Fahrgäste wussten jedoch nicht, wie es weitergeht. Sicherheitskräfte hinderten die Passagiere daran, die Bahnsteige im Tunnel zu betreten und rieten dazu, auf U-Bahnen, Tram und Busse auszuweichen. Da die MVG für den plötzlichen Ansturm nicht gewappnet war, gab es am Hauptbahnhof, Stachus und Marienplatz ein chaotisches Gedränge in der U-Bahn. Eine junge Frau zur tz: „Ich musste drei Züge abwarten, bis ich überhaupt in einen reinkam, die Leute drängelten wie die Verrückten.“ Das Gedränge bei der Tram sorgte dafür, dass sich die Türen nicht mehr schließen ließen. Folge: Die Züge konnten nicht weiterfahren. So kam es auch hier zu erheblichen Verspätungen.Wann die S-Bahnen wieder fahren können, stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest. ebu.

Quelle: tz

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