Nach dem tz-Bericht über die Ausbaupläne im Forstenrieder Park

Mega-Schießanlage: Nachbarn gehen auf die Barrikaden

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„Kein Ausbau zur Riesen-Schießanlage“: Mehr als 100 Nachbarn protestierten am Dienstagabend gegen die Pläne des Schützenvereins Hubertus.

München - Forstenried geht gegen die Schießanlage auf die Barrikaden:

Innerhalb weniger Tage hat sich eine Protestgruppe aus mehreren hundert Nachbarn formiert – und zwar aus braven Bürgern. So groß sind die Sorgen! Auch die Naturschützer regen sich auf.

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Riesen-Schießanlage im Forstenrieder Park

Vor zwei Wochen machte der örtliche Bezirksausschuss das Thema publik, am Mittwoch berichtete die tz. Die Schützen vom Verein Hubertus wollen ihre Anlage im Forstenrieder Park ausbauen. Ab kommendem Jahr könnten mehr als 2000 Schuss täglich zwischen 8 und 20 Uhr fallen – bislang dürfen die Schützen nur an zwei Nachmittagen ballern. Dazu soll ein Lärmschutzwall so groß wie ein Fußballstadion mitten im Landschaftsschutzgebiet entstehen. Außerdem wollen die Schützen nicht mehr nach Süden Richtung Wald, sondern nach Norden Richtung Wohngebiet schießen!

Auch die Kleinen sagen Nein zum Ausbau. Die Eltern fürchten, dass ein Schütze über den Wall schießt.

Seitdem geht alles ganz schnell: Im Viertel kursiert ein Flugblatt, die Politik verfolgt das Thema, Adressen werden gesammelt, am Dienstagabend protestierten mehr als 100 Menschen vorm Schützenhaus! Sie wollen sogar eine Bürgerinitiative gründen. Nächste Woche befasst sich das Stadtteilparlament wieder mit dem Thema, Mitte Juli soll es einen runden Tisch mit den Schützen geben.

Der Verein Hubertus verteidigt sich. Der Wall sei nötig, damit der Lärm künftig knapp unter den Grenzwerten liege. Die täglichen Schusszeiten seien dann kein Problem. „Wenn man nichts mehr hört, ist es wurscht, wie oft geschossen wird“, sagte Präsident Ludwig Obermeier der tz. Außerdem würden zwei Stände zusammengelegt, wodurch sich die ganze Anlage um zwei Hektar verkleinert.

Übersicht der Landkreise: 453.775 Waffen in Oberbayern

Waffenbesitz in Oberbayern
Wie viele Waffen gibt es in Oberbayern? Klicken Sie sich durch die Kreise. Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, bekannt für seine Gebirgsschützen: 30.000 Waffen, 5.000 Waffenbesitzer, 120.834 Einwohner. © Westermann
Waffenbesitz in Oberbayern
Berchtesgadener Land: 4.158 Waffen, 4.700 Waffenbesitzer (inkl. Böllerschützen). © dpa
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Traunstein, hier ein Bild von einem Steg in Chieming: 29.026 Waffen, 9.000 Waffenbesitzer, 170.440 Einwohner. © ap
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Dachau: 18.970 Waffen, 3.386 Waffenbesitzer, 136.272 Einwohner. © fkn
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Weilheim-Schongau, hier ein Bild von der Kapelle bei Eberfing: 14.007 Waffen, 3.650 Waffenbesitzer, 130.777 Einwohner. © ap
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Ebersberg: 13.500 Waffen, 4.800 Waffenbesitzer, 125.590 Einwohner. © Westermann
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Erding, bekannt für seine Therme: 15.274 Waffen, 3.736 Waffenbesitzer, 124.063 Einwohner. © Westermann
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis und Domstadt Freising: 20.000 Waffen, 6.800 Waffenbesitzer, 164.692 Einwohner. © Rainer Lehmann
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Fürstenfeldbruck: 16.397 Waffen, 5.282 Waffenbesitzer, 200.522 Einwohner. © Weber
Waffenbesitz in Oberbayern
Stadt München, hier die Mariensäule vor der Frauenkirche: 65.000 Waffen, 20.000 Waffenbesitzer, 1.315.476 Einwohner. © Marcus Schlaf
Waffenbesitz in Oberbayern
Der Landkreis München, in dem auch der Uni-Standort Garching liegt: 43.000 Waffen, 11.255 Waffenbesitzer, 316.531 Einwohner. © fkn
Waffenbesitz in Oberbayern
Garmisch-Partenkirchen, Heimatlandkreis der Zugspitze: 16.246 Waffen, 3.734 Waffenbesitzer, 86.872 Einwohner. © dpa
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Miesbach, hier eine Aufnahme vom Irschenberg: 15.000 Waffen, 4.800 Waffenbesitzer, 95.045 Einwohner. © dpa
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Starnberg, hier ein Steg am See: 12.531 Waffen, 3.092 Waffenbesitzer, 129.515 Einwohner. © Xaver Gleich/fkn
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Rosenheim, hier im Hintergrund der Wendelstein: 31.000 Waffen, 5000 Waffenbesitzer, 246.828 Einwohner. © ap
Waffenbesitz in Oberbayern
Stadt Rosenheim: 6.000 Waffen, 1.200 Waffenbesitzer, 60.674 Einwohner. © fkn
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Mühldorf am Inn, hier das Schloss Egglkofen: 16.870 Waffen, 3.878 Waffenbesitzer, 110.623 Einwohner. © dpa
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Neuburg-Schrobenhausen: 11.615 Waffen, 2.932 Waffenbesitzer, 90.945 Einwohner. © fkn
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Eichstätt, bekannt für zahlreiche archäologische Schätze: 16.015 Waffen, 4.053 Waffenbesitzer, 124.376 Einwohner.   © dpa
Waffenbesitz in Oberbayern
Stadt Ingolstadt, Standort von Autobauer Audi: 10.454 Waffen, 2.429 Waffenbesitzer, 123.317 Einwohner. © dpa
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Landsberg am Lech: 12.185 Waffen, 3.013 Waffenbesitzer, 112.499 Einwohner. © fkn
Waffenbesitz in Oberbayern
Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, Heimat zahlreicher Hopfenbauern: 25.000 Waffen, 6.400 Waffenbesitzer, 116.407 Einwohner. © ap
Waffenbesitz in Oberbayern
Ein Reiter galoppiert über ein Feld vor der Dorfkirche in Kirchweidach im Lkr. Altötting: 11.500 Waffen, 3.500 Waffenbesitzer, 108.773 Einwohner. © dpa
Waffenbesitz in Oberbayern
Regierungsbezirk Oberbayern: 453.775 Waffen, 121.640 Waffenbesitzer, 4.279.112 Einwohner. © fkn

Der Bund Naturschutz (BN) fürchtet das Gegenteil. Durch den Mega-Wall könnten mehrere hundert Bäume gerodet werden. Der Münchner BN-Chef Rudolf Nützel sagt: „Der Forstenrieder Park wird immer mehr gestört.“ Dabei müsse der Bannwald mit Wildpark besonders geschützt werden.

David Costanzo

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