91 Stunden Ausstand drohen

Mega-Streik mit Stundentakt bei S-Bahnen?

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In München droht ein neues Chaos.

München - Schlechte Nachrichten für alle Bahnfahrer: Die Tarif­gespräche zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn sind gescheitert. Jetzt droht der nächste Streik.

Update am 7. November: Der Streik-Marathon der GDL geht weiter: Auch am Freitag legen die Bahn-Mitarbeiter bundesweit den Zugverkehr lahm. Alle aktuellen Entwicklungen zum Bahn-Streik am Freitag gibt's im Live-Ticker bei uns.

Update vom 5. November: Der nächste Bahn-Streik hat begonnen! Während die Züge im Güterverkehr jetzt schon still stehen, wird der Personenverkehr erst ab Donnerstagmorgen, 2 Uhr, lahmgelegt. In unserem Live-Ticker zum Bahn-Streik halten wir Sie schon jetzt über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden. Unter anderem mit einem Video-Appell von Ministerpräsident Horst Seehofer. 

Update: Der angekündigte 98-Stunden-Streik der GDL löst massive Kritik aus!

Dabei stand eine Einigung im nervenzehrenden Tarifstreit offenbar kurz bevor. Nach Darstellung der Bahn hatte man sich am Wochenende schon weitgehend auf einen neuen Tarifvertrag verständigt – die GDL-Spitze habe das Abkommen am Sonntagabend dann jedoch „völlig überraschend platzen lassen“.

Auch Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber schob der GDL den Schwarzen Peter zu: „Eine gute Zukunftslösung ist erneut an reinen Machtfragen gescheitert. So verhält sich kein verlässlicher Verhandlungspartner.“

GDL hatte Angebot der Bahn einstimmig abgelehnt

Die Bahn war der GDL zuvor offenbar entgegengekommen: In einem Vertragsentwurf, den die Bahn am Montag veröffentlichte, gestand der Konzern der GDL erstmals zu, dass diese auch Zugbegleiter vertreten darf. Das war zuvor die Hauptforderung der Gewerkschaft gewesen.

Die GDL teilte am Montagnachmittag mit, die Bahn habe versucht, der Gewerkschaft "die Nichtzuständigkeit für einen Teil ihrer Mitglieder" und einen Verzicht auf das Streikrecht zu diktieren. Die GDL-Gremien seien nicht bereit, "die Interessen ihrer Mitglieder zu verraten, um eine Scheinzuständigkeit für Zugbegleiter zu akzeptieren". Hauptvorstand und Tarifkommission der GDL hätten den Tarifvertragsentwurf daher einstimmig abgelehnt.

S-Bahn will trotz Streik Stundentakt aufrecht erhalten

Die GDL erklärte zudem: Über weitere Arbeitskämpfe werde man „rechtzeitig informieren“, hieß es lediglich. Damit ließen die Lokführer zwar kaum einen Zweifel, dass demnächst wieder gestreikt wird - nur wann, sagten sie eben nicht. Auch die Münchner müssen sich auf Streiks einstellen.

Bahnsprecher Bernd Honerkamp zur tz: „Wir werden versuchen, im S-Bahn-Bereich weiterhin im Stundentakt zu fahren.“ Die S8 solle wie gewohnt alle 20 Minuten gehen. Infos zu Fahrplänen und Ausfällen gibt es auf s-bahn-muenchen.de oder auf bahn.de.

tos

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