Klare Ansage

Mehmet: Nach Haftstrafe müsste er sofort ausreisen!

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Mit 14 wurde Muhlis A. abgeschoben, nach der Haft müsste er wieder ausreisen.

München - Schlechte Nachrichten für Muhlis A. (30) – genannt "Mehmet". Auch wenn er seine Haftstrafe in Deutschland verbüßen würde, müsste er umgehend wieder ausreisen.

Der frühere Intensivtäter war 2005 in die Türkei geflüchtet, um dem Knast zu entgehen. Im November 2014 sagte er der tz, dass er zurück will. Jetzt erklärt das Kreisverwaltungsreferat: Auch wenn er die Haftstrafe abgebüßt hat, müsste er wieder ausreisen!

Mehmet hat wohl Heimweh bekommen: „Man muss im Leben auch seinen Mann stehen. Es geht bei mir um einen Menschen, der versucht, im Leben klar und ins Reine zu kommen“, sagte er der tz. Anwalt Burkhard Benecken sagte: „Im Fall Hoeneß ist es auch so, dass dieser schneller das Gefängnis verlassen durfte, als alle gedacht hatten.“

Zwar liegt dem KVR kein offizielles Einreiseersuchen vor. Auf Anfrage des CSU-Stadtrats Richard Quaas erklärt die Ausländerbehörde aber: „Herr A. kann derzeit kein Aufenthaltsrecht für Deutschland geltend machen.“

Muhlis A. hatte schon vor seinem 14. Geburtstag mehr als 60 Straftaten auf dem Kerbholz! Die Stadt hatte ihn ohne Eltern abgeschoben. 2002 erklärte ein Gericht die Abschiebung für rechtswidrig. Nach einer neuen Straftat floh er 2005 vor dem Knast. In Interviews sagte er: Die Sozialarbeiter hätten immer nur Verständnis gezeigt. Dazu erklärt das Sozialreferat, dass die Zusammenarbeit mit der Polizei verbessert und ein geschlossenes Jugendheim eröffnet wurde.

tz

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