Harmlose Proteste

Mehr "Affenzirkus" als Anti-SiKo-Demo

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Verkleideter Widerstand gegen die SiKo

München - Seit Jahren schon schrumpft der traditionell als Großdemonstration angelegte Protest gegen die Münchner Sicherheitskonferenz. Heuer hat er seinen vorläufigen Tiefstpunkt erreicht – leider auch inhaltlich.

 Nach einer kulanten Schätzung der Polizei zogen am Samstag in der Spitze rund 2000 SiKo-Gegner durch die Innenstadt – begleitet von nur 300 Polizisten, die kaum eingreifen mussten.

Mitschuld an dem Teilnehmer- Schwund trug der Antikapitalistische Block, der ausgerechnet die ehemalige RAF-Terroristin Inge Viett als Sprecherin eingeladen hatte. Nach heftigen Protesteten der Bündnis-Partner wurde die Viett-Rede abgesagt (tz berichtete). Jedoch hielt allein ihre Anwesenheit viele Anhänger der bürgerlichen Parteien von einer Teilnahme ab. Die ÖDP hatte die Teilnahme bereits im Vorfeld abgesagt. Als sich bei der Auftaktkundgebung Kurden und Nationaltürken prügelten und am Sendlinger Tor rotglühende Bengalische Fackeln in die Menge geworfen wurden, gingen viele Bürger („So ein Affenzirkus“) heim. Es blieb nach Angaben von Polizei-Vizepräsident Robert Kopp bei acht Festnahmen.

Rund 90 Autos wurden in den SiKo-Tagen abgeschleppt. Per Rundfundkdurchsagen erreichte die Polizei, dass 800 Autos entlang der Fahrtroute von US-Vizepräsident Joe Biden noch rechtzeitig weggefahren wurden. 56 Bürger wurden sogar von der Polizei persönlich angerufen und gebeten, sofort ihre Autos wegzufahren.

dop

Friedliche Demonstration gegen Sicherheitskonferenz - die Bilder

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