Mehr Flohmarkt geht nicht

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Ein Meer aus Menschen: Bei strahlendem Sonnenschein kamen 45 000 Besucher (neuer Rekord!) auf den BRK-Flohmarkt auf der Theresienwiese

München - Bayerns größter Flohmarkt, der am Samstag neben dem Frühlingsfest auf der Theresienwiese stattfand, hat schon wieder den Besucher-Rekord geknackt.

Über der ganzen Theresienwiese lag eine riesige Staubwolke. Aufgewirbelt von 45 000 Menschen auf engstem Raum. Bayerns größter Flohmarkt, der am Samstag neben dem Frühlingsfest auf der Theresienwiese stattfand, hat schon wieder den Besucher-Rekord geknackt (2010: 40 000). Noch voller, noch lauter, noch verrückter – viele Besucher waren nur noch sprachlos bei diesen Ausmaßen.  

Riesen-Flohmarkt auf der Theresienwiese: Die Impressionen

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Auch Händlerin Lea Hampel (26) aus München, die zum ersten Mal mit einer Freundin einen Stand hatte, war baff: „Die ersten Käufer sind bereits um 6 Uhr in der Früh gekommen. Um 11 Uhr hatte ich den Großteil meiner Ware verkauft.“ Sie und ihre Freundin haben insgesamt 230 Euro eingenommen – und das fast nur mit Büchern und Kleidung, die kaum Geld einbringen. Hampel: „Je skurriler und grässlicher die Ware war, desto verrückter waren die Leute drauf – hätte ich das gewusst, hätte ich noch mehr Krempel mitgebracht.“ Kaputte Schaufensterpuppen, alte Uniformen, kitschige Leuchter oder auch schon mal ausgediente Tafeln aus der Fahrschule – wer es sich wie viele Münchner auf der Wiese an der Bavaria im strahlenden Sonnenschein bequem machte, der hatte viel Freude beim Betrachten der Besucher, die ihren Trödel nach Hause schleppten.

Nicht nur die Besucherzahl knackte den bisherigen Rekord. Laut Münchner Polizei kamen 3000 Aussteller, auf dem Parkplatz standen 5800 Fahrzeuge. „Insgesamt verlief dennoch alles ohne große Probleme“, sagt Peter Beck von der Polizei . Es habe vier Anzeigen gegeben, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Markengesetz und wegen verfassungswidriger Zeichen.

Den Besucheransturm bekamen auch noch die Reinungskräfte am Tag darauf zu spüren. Die Theresienwiese: ein einziger Scherben- und Müllhaufen. Händlerin Lea Hampel kuriert derweil erst mal ihren Muskelkater aus, den sie sich beim Schleppen durch die schier endlosen Verkaufsstraßen eingefangen hat. 

nba

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