Mehr Grün für den Olympiapark

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Der Olympiapark soll grüner werden.

München - Der Olympiapark ist über 40 Jahre alt und gilt weltweit als Architektur- und Parkdenkmal. Die Stadt will die Qualität der Anlage, die stellenweise schon ein wenig gelitten hat, für die Zukunft sichern.

Daher hat sie eine Ideensammlung für die weitere Entwicklung angeschoben. Ein Ziel: die Anlage soll noch grüner und schöner werden. Veränderungen stehen auf jeden Fall an, wenn München den Zuschlag für die Winterspiele 2018 erhält: Dann werden im Park von 1972 mehrere neue Sportstätten errichtet: Anstelle der Event-Arena (früheres Radstadion) soll eine große Halle für 11 000 Zuschauer entstehen. Eine weitere Eis-Arena mit 7000 Plätzen ist am östlichen Parkeingang auf dem Areal der alten Eissporthalle vorgesehen. Die dritte Halle ist eine temporäre: Sie würde auf dem Campus der TU entstehen – und nach den Spielen abgebaut.

Im Süden werden neue Grünflächen geschaffen, hier sollen das Olympische Dorf und das Mediendorf entstehen. Diese Anlagen würden nach 2018 zu Wohnvierteln werden. Auf jeden Fall wollen die Planer die Parkflächen erweitern und zusätzliches öffentliches Grün schaffen. Vor allem im Süden des Olympiaparks gibt es dafür geeignete Flächen. Heute sind dort das Tollwood-Festgelände, eine Montessori-Schule, eine Tierklinik und das Theaterzelt „Das Schloss“ angesiedelt.

Noch ist nichts entschieden, ein Denkverbot gibt es aber nicht. Bei einer Verlagerung wäre die Zustimmung der Besitzer Voraussetzung. Für Tollwood wurde offenbar bereits ein passendes Ausweichgelände im Norden des Parks an der Moosacher Straße ausgemacht. Eine Erweiterung des Grüns wäre auch auf der ehemaligen S-Bahntrasse westlich der Landshuter Allee im Nordwesten möglich. In der Umgebung des Olympiaturms würden die Planer gerne in die Anordnung der Werkstätten, der Verwaltung und des Parkhauses eingreifen, durch Abrisse und Neubauten. Und im Stadion könnte unterhalb der Westtribüne ein Gesundheitspark für Jedermann entstehen.

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