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Mehr Sonnenenergie in München: Grüne und SPD drücken bei PV-Anlagen aufs Tempo - „Stabile Rahmenbedingungen“

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Von: Sascha Karowski

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Mehrere Solaranlagen als Symbolbild
In der Stadt sollen mehr Solaranlagen entstehen. © Thomas Imo/photothek.net / IMAGO

Grüne und SPD wollen nicht nur mehr Photovoltaik in der Stadt ermöglichen - zudem sollen Solaranlagen losgelöst von den Förderbedingungen des Bundes umgesetzt werden können.

München - Der Ausbau der Photovoltaik in München soll beschleunigt werden. Das fordern Grüne und SPD. Mit einem vierteiligen Antragspaket sollen dafür die Weichen gestellt werden. Die Verwaltung wird aufgefordert, dem Stadtrat zunächst einen Umsetzungsplan vorzulegen, der alle laufenden Projekte umfasst. Zudem sind Vorschläge gewünscht, wie sich die Vorhaben beschleunigen und ausweiten lassen. Zielgröße ist eine Verdoppelung der jeweils geplanten Erzeugungskapazität. Um verlässliche Rahmenbedingungen für die Anbieter von Solaranlagen zu schaffen, soll die Stadt außerdem den Ausbau der OV-Anlagen von den schwankenden Förderbedingungen auf Bundesebene unabhängig machen.

Grünen-Chefin Mona Fuchs: „PV-Anlagen müssen in jeder Strategie eine tragende Rolle spielen“

„Photovoltaik als erneuerbare Energiequelle hat in München ein erhebliches Potenzial“, sagt Grünen-Chefin Mona Fuchs. „Sie muss in jeder Strategie zum Ausbau der erneuerbaren Energien in München eine tragende Rolle spielen.“

Angesichts des krisenhaften Anstiegs der Preise für erneuerbare Energien sei eine massive Beschleunigung des PV-Ausbaus im eigenen Einflussbereich ein Gebot der Vernunft. „Außerdem benötigt der PV-Markt stabile Rahmenbedingungen. Wenn sich in Zukunft mal wieder die Förderbedingungen verschlechtern oder die Rendite durch gestiegene Modulpreise ins Schwanken gerät, wird die Stadt eingreifen, um den Markt im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu stabilisieren.“

Grünen-Chef Dominik Krause: „Möglichst rasch mit der Errichtung von Anlagen auf Dächern beginnen“

Die Träger sozialer Einrichtungen hätten ein besonderes Interesse daran, zugunsten ihrer Nutzer mit Photovoltaikanlagen Energiekosten einzusparen, ergänzt Co-Chef Dominik Krause. „Unser Vorschlag ist, stufenweise vorzugehen und möglichst rasch mit der Einrichtung von PV-Anlagen auf den Dächern, Fassaden und Balkons zu beginnen.“

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